Parken in St. Tropez

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Die Cotê d’Azur. Frankreich. Herrlich. Aber das Schild hätte da nicht stehen müssen. Naja, is nur ne kleine Schramme und wir wollen weiter nach St. Tropez. Es liegt auf unserem Weg weiter nach Spanien. Über Marseille und dann nächtlicher Zwischenstop irgendwo bei Montpellier. Soweit zumindest der Plan, davor aber eben erstmal nach St. Tropez und Mittagessen.

Eigentlich war ja nicht Mittagessen sondern eher spätes Frühstücken geplant. Zumindest bevor wir da im Stau die Küste lang gezuckelt sind. Von wegen Fahrzeit 1 Stunde. Das waren leicht mal 2 Stunden bis nach St. Tropez. Und dann noch Parkplatz finden. Dass das mit Wohnwagen nicht einfach ist, ist es klar. Aber wofür gibt es Busparkplätze? Das ist zumindest mal die Theorie. Meine Theorie. Und eben diese Theorie wurde von ein paar Franzosen aus St. Tropez für nichtig erklärt! Denn in St. Tropez werden Menschen wie du und ich, aber vorallem die mit Wohnwagen nicht nur nicht ernst genommen mit ihren Parkplatzproblemen. Nein, sie werden regelrecht diskriminiert. Und unsere Parkplatzprobleme sind denen egal! Ja, unglaublich, ich weiß. Aber es ist so, und manifestiert sich in diesem lächerlich kleinen, aber dennoch auffallenden, Schild auf dem ein Wohnwagen zu sehen ist, der DURCHGESTRICHEN ist. Jawohl, d u r c h g e s t r i c h e n. Frechheit ist das. Und Platz wär mal als genug da gewesen.

However. Resultat ist das wir mit dem Wohnwagen hintendran, die hinteren Ecken von St. Tropez durchstreift haben. Und diese Straßen werden von Kurve zu Kurve enger und enger. Wenn dann noch falschparkende St-Tropezianer dazukommen wirds arg eng. Aber mit viel Schweiß und etwas Geduld haben wir auch das geschafft. Geparkt haben wir dann außerhalb. Ne halbe Stunde Fussweg dahin wo andere Parken.

Um uns mit der Stadt wieder gut zu stimmen haben sie uns ein leckeres Mittagessen bezahlen lassen. Irgendwo auf Facebook schwirrt da ein Foto von nem rießen Korb Muscheln rum. Wer’s mag, und Luke mags, der mags essen. Ich hab mir was anderes gegönnt und war auch zufrieden.

Die Parkerei, bzw. die Suche nach einer Lokalität für Selbiges und die damit verbundenen Gehzeiten haben uns letztendlich allerdings davon abgehalten bis nach hinter Montpellier zu kommen. Unser neues Ziel liegt nördlich von Marseille und nennt sich Aix En Provence. (Und fragt mich bitte nicht wie zum Geier man das in kompletter Gänze ausspricht.)

Marseille hat sich bei unserer Durchfahrt von seiner schönen Seite präsentiert: unten. Auf der Karte sah es aus als würde die Straße nah an der Stadt vorbeigehen bzw. durchgehen und man könnte vielleicht den ein oder anderen Blick erhaschen. Aber denkste, alles ein langer langer Tunnel.. Und die nächste Enttäuschung lies auch nicht lang auf sich warten: Die Taxifahrer. Von wegen hochgetunte Peugeots! Vor uns hat sich nen alles andere als getunter Citroen den Berg hochgequält. Da waren wir mit Wohnwagen hintendrann noch schneller – deutlich schneller.

In Aix en Provence haben wir einen kurzen Stop eingelegt. Am nächsten Tag gehts weiter nach Spanien. Diesmal vielleicht auch ganz bis zum geplanten Ziel: Costa Brava.