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	<description>Die Welt ist so kaputt!</description>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; The Aftermath</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 06:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzten Einträge sind alle auf der Heimfahrt im RV entstanden. Jetzt wird&#8217;s Zeit im Backpacker in San Francisco gemütlich bei ner Rum &#38; Coke mal zu beschreiben wie das Leben die ersten Tage nach Burning Man so sind. Wie zuvor schon beschrieben ist das Event und die Erfahrungen schlecht in Worte zu fassen, gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzten Einträge sind alle auf der Heimfahrt im RV entstanden. Jetzt wird&#8217;s Zeit im Backpacker in San Francisco gemütlich bei ner Rum &amp; Coke mal zu beschreiben wie das Leben die ersten Tage nach Burning Man so sind. Wie zuvor schon beschrieben ist das Event und die Erfahrungen schlecht in Worte zu fassen, gerade schriftlich. Aber fragt mich einfach, ich werde versuchen es bestmöglich zu beschreiben. Und mein Grinsen dabei sagt mehr als alle Worte.</p>
<p>Aber was war nun nach Burning Man? Nach den 9 Stunden Stau Plus 3 Stunden Fahrt durch die Dunkelheit zum ersten RV Stellplatz? Nun ja, jedem der schon etwas mehr von BM gehört hat, weiß das wir neben uns, auch ne Menge Playastaub mitgenommen hatten. Und zwar überall im RV und überall in allen Klamotten die wir je im Freien an hatten. Das müsste erstmal wieder gereinigt werden, also vor allem der RV. Die staubigen Klamotten sind höchstens mehr Gewicht, über den Rest freut sich die Waschmaschine.. Hehe.. Über mehrere Full-Hookup Plätze haben wir den RV vom Sand befreit, und ich muss sagen mit vollem Erfolg. Und zwar in der Hinsicht das wir unsere Kaution von $1000 wieder bekommen haben <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Das Ding war zwar Scheiß alt, aber dafür war einiges an Staub auch kein Thema für sie.. </p>
<p>Werd ich das nächste mal wieder nen RV nehmen? Oder reicht nen Kombi/Truck Plus Zelt? Hmm&#8230; Meine Meinung ist, dass man als Local nicht wirklich nen RV braucht. Als Europäer tut es aber wirklich gut. Sei&#8217;s einfach nur der Stauraum, der Kühlschrank! oder die Klimaanlage.. Was hat das mit Local zu tun? Nja, einfach das man sonst viel mehr Gepäck hat, bzw kaufen muss: Zelt, Schlafsack (es ist kalt), Kühlboxen (es ist heiß, und Bier wird warm), Geschirr, Besteck usw. Teilweise gehts ohne, aber manches braucht man einfach. Nja, oder es ist angenehmer mit.. Insofern, bequem wie ich bin, würd ich einen RV bevorzugen.</p>
<p>Wir hatten unser Dreckteil also sauber und Geld zurück. Luke ist ins Flugzeug, Jakob in den Greyhound und Fazo und ich haben Frisco zu Fuß erobert. Vom grandiosen Backpacker »Green Tortoise«, über Downtown, Haight Street und Marina war alles dabei. Das coole war das der Spirit von Burning Man in viele Ecken noch mitflog und zu spüren war. So haben wir an der Haight Street ein paar Burner getroffen die ihren Burner School Bus für $2500 loswerden wollten. Da es ein paar Wochen zu spät war, und wir keine Garage hier haben, müssten wir ablehnen. Aber für nen Giftexchange war immer noch Zeit und Laune. Krixel-powered-Burner-Buttons kommen immer gut an. Und das nicht nur im alternativen Haight-Viertel, sondern auch beim grandiosen Italiener in der Marina. Nicht nur dass das Essen wahnsinnig lecker war und die unzähligen Bedienungen super freundlich waren, Nein, wir konnten auch hier den BM-Spirit teilen. Unser Ober wollte schon immer zu Burning Man, seine Freunde waren und wir sagten er muss. Und weil er Grad so wahnsinnig nett war, haben wir ihm einen BM-Button gegiftet. In Playa-Tradidation ohne etwas zu erwarteten, just happy to spread love. Allerdings haben wir als Dank eine Hammer-geile Nachspeise geschenkt bekommen. Frische Krapfen/Berliner mit sau geilen Saucen zum eintunken. </p>
<p>Und da war er wieder, der Playa Spirit. Just smile, enjoy and believe in a better world.</p>
<p>Abgesehen davon dass es im »Delarosa« einfach Sau leckeres Essen gibt und die Pizzen auf erhöhten Gestellen serviert werden, hatte Fazzo schnell eine Idee der ich nur zu gut zustimmen konnte. Denn durch das hohe Gestell wurde die Pizza auch recht schnell kühl. Mit zwei Pizzen übereinander egal, aber mit einer eher ungenügend. Also kam die Kerze drunter, die soll&#8217;s wärmen. Und eine derartig gute Idee sollte ihnen auch erzählt werden.. Allerdings kam es anders, und unsere &#8211; bzw. Fazos &#8211; Genialität wurde vorgeführt. Die auf den Punkt nützliche Kreativität, erschien nur mit einer kleinen Erkenntnis hinfällig. Der verwunderte Blick des Abräumers, die unbewusste Feststellung dass die Pizza immer noch kalt wurde und erste praktische Versuche mit der Flamme brachten uns zu der wissenschaftlichen Erkenntnis dass die Flamme keine Wärme erzeugte, dass es gar keine Flamme war und wir die letzten Minuten einfach nur stolze Idioten waren. Es war einfach ne LED-Kerze!!! *LOL* mehr sag ich nicht..</p>
<p>Trotzdem nen sehr schöner Tag in ner sehr schönen Stadt die sich so gar nicht nach typisch USA aussieht..</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Exodus</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 01:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahnsinn wie schnell diese sieben Tage vorüber geflogen sind. Voller unvergleichlicher Erfahrungen auf coolen Artcars, auf Hammer Parties, in der Weite der Deepplaya, mit außergewöhnlichen Menschen, unvergleichbarer Toleranz und Offenheit, unbeschreibliche Hilfsbereitschaft, einer wirklichen großartigen Community die als solche funktioniert, dem Coolen Man Burn, dem spirituellen Temple Burn und einem Gefühl von immer wiederkehrenden WOW [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn wie schnell diese sieben Tage vorüber geflogen sind. Voller unvergleichlicher Erfahrungen auf coolen Artcars, auf Hammer Parties, in der Weite der Deepplaya, mit außergewöhnlichen Menschen, unvergleichbarer Toleranz und Offenheit, unbeschreibliche Hilfsbereitschaft, einer wirklichen großartigen Community die als solche funktioniert, dem Coolen Man Burn, dem spirituellen Temple Burn und einem Gefühl von immer wiederkehrenden WOW und Danke daran teilhaben zu dürfen. Nach diesen sieben Tagen haben wir die City, die Playa und All das hinter uns gelassen um den Exodus mit tausenden anderen zu teilen die mit uns ihre Heimat der letzten 7 Tage verlassen. </p>
<p>Es geht nur eine einspurige Straße von Gerlach zur 100 Meilen entfernten Autobahn. Nach Gerlach auch, aber von Black Rock City zur Teerstraße sind es 8 Spuren die auf etwa 5-7 Meilen voll mit Autos, RVs, Lastwagen, Transportern, Artcars und Menschen. Unsere Exodus Zeit, also die vom Camp bis zur geteerten Straße, waren 9,5 Stunden. Von 12:30 bis 22:00. Dazwischen waren wir nur heilfroh in unserem RV Mittag und Abend zu kochen. Für ein paar Stunden die Playa zu genießen und der Sonne nachzuweinen als sie ein letztes Mal hinter den Bergen verschwand und dabei unsere Schatten immer weiter in die Tiefe der Playa verlängerte.</p>
<p>I&#8217;m gonna miss you Black Rock City. But I&#8217;ll be back!</p>
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		<title>Tales of the Burning Man – Unbeschreiblich</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 21:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Info: Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass es sich nicht beschreiben lässt, hier ein Versuch der einen Hauch dessen vermittelt:
Die Unschuld war mit einem Gong Schlag wenige Minuten zuvor vorüber, verloren, vergangen und hinter uns gelassen, als wir uns langsam einen Weg durch die Dunkelheit suchten. Entlang der Uhrzeiten hin rückwärts Richtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Info:</strong> Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass es sich nicht beschreiben lässt, hier ein Versuch der einen Hauch dessen vermittelt:</p>
<p>Die Unschuld war mit einem Gong Schlag wenige Minuten zuvor vorüber, verloren, vergangen und hinter uns gelassen, als wir uns langsam einen Weg durch die Dunkelheit suchten. Entlang der Uhrzeiten hin rückwärts Richtung Mitternacht. Noch ist es Einsamkeit die uns umgibt. Einsamkeit die auch hier am äußeren Ende nicht lange Bestand haben wird. So weit raus werden wir uns die nächsten Tage nicht oft wagen, oder es einfach nicht schaffen. At 2:30 sind wir eingebogen und haben uns langsam das Alphabet vorgearbeitet in Richtung A. Immer mehr gibt es zu sehen und doch ist es noch ein nur all zu kleiner Vorgeschmack auf das was uns erwarten wird.</p>
<p>Unser Ziel ist unsere neue Heimat in der ersten Reihe. Alte Adressen interessieren jetzt nicht mehr. Uhren verlieren ihre Bedeutung und die Frage nach der aktuellen Zeit gewinnt eine ganz andere. Etwa 2:15, vielleicht 2:16 sollte es werden, ganz vorne an der Esplanade. Als wir uns dieser näherten und einen ersten Blick Richtung Zentrum werfen konnten stockte der Atem und ein Kribbeln überflog den ganzen Körper. Die stockfinstere Nacht, oben nur vom Sternenhimmel beleuchtet, wurde unten von unzähligen Lichtern erleuchtet. So weit das Auge reichte funkelte es in allen Farben des Regenbogens. Es funkelte und bewegte sich. Überall stießen von Zeit zu Zeit Feuerfontänen empor, Laser teilten den Himmel meilenweit und vermochten sogar die Uhrzeit anzeigen.</p>
<p>In der Mitte, dem Zentrum von all diesem märchenhaften Objekten stand er, der Man. Leuchtend stand er da um uns bis zu seinem Fall den Weg zu leuchten. Durch ihn würden wir uns die nächste Zeit durch dichten Staub und tiefe Dunkelheit navigieren. Würden wir unser Ziel oder unser Zuhause finden. Nur eines, häufig von außen übersehene konnte, ihn noch übertreffen. Es war von unheimlicher Pracht und Schönheit die nur durch die eigene Bedeutung übertroffen wurde. Verliehen wurde sie von Tausenden Besuchern die ihre Gedanken, Ängste, Hoffnungen und Erinnerungen hinterließen. Der Tempel überragte alles was man am Horizont um sich herum erkennen konnte, und das zu Recht.</p>
<p>All das und noch vieles mehr, ist was wir unbewusst im ersten Moment spürten als unsere Blicke voller Staunen unsere Umgebung aufsaugten. Vieles mehr lag noch vor uns zu entdecken und zu erfahren. Es dauert nicht lang bis man einfach loslassen kann. Loslassen von all den Zwängen die man sich sonst Tag für Tag ergibt. Die Zwänge die uns zu etwas machen, dass wir eigentlich nie sein wollten: Marionetten unserer Ängste und der Erwartungen Anderer an uns. Aber hier sollte es plötzlich anders werden. Als hätte jemand uns endlich von den Marionettenschnüren befreit, fing man an die Freiheit zu spüren. Sich selbst zu sein ohne sich gerade darüber zu sorgen. Die Wärme in der ein jeder einzelne den anderen empfing ist unbeschreiblich und lässt einen schnell die Kälte der Nacht vergessen.</p>
<p>In der Tiefe der Playa, unter der gleisenden wärmenden der Sonne würde man Zeit finden, sich zu finden und es zu genießen. Außerhalb dieses Ortes sonst wildfremde Menschen würden dich einfach so herzlich umarmen als hättest du einen alten Freund nach Jahren wieder gefunden. Glück ist das Gefühl dass dem anfänglichen Staunen folgt. Glück und tiefe innere Zufriedenheit begleitet einen die Tage durch die Wüste. Sei es zu meilenweit abgelegenen Kunstwerken, die dich in ihrer einsamen Schönheit in den Bann ziehen, die Kreativität der Menschen in der sie einzigartige Artcars bauten oder wenn du dich in einer Menschenmaße verlierst die zu donnernden Bässen feiert.</p>
<p>Die Parties sind spektakulär, aber der wahre Schatz liegt in den kleinen Dingen die man jede Sekunde zu entdecken vermag. Sie sind zu finden in den Menschen denen man begegnet und von ihren Lebensgeschichten die sie nur all zu gern mit dir Teilen. Sie sind zu finden in der offenen Neugier mit der sie dir lauschen wenn du deine eigenen Erfahrungen mit ihnen teilst. Die kleinen Camps mit Kaberetvorträgen, spontanen Gesangseinlagen, Treffen von Gleichgesinnten jeglichen Themas sind die Juwelen die zu finden sind. So viele an der Zahl, dass es unmöglich ist alles zu entdecken und zu jedem beliebigen Moment würde man etwas verpassen. Aber etwas zu verpassen ist nicht mehr in unserer Gedankenwelt, zu viel erleben wir bereits und das Gefühl der Zufriedenheit und inneren Ausgeglichenheit wird die ganze Zeit in der Wüste Bestand haben.</p>
<p>Überall werden kleine und große Geschenke geteilt. Keine Werbung. Nicht um etwas zu bekommen. Einfach um jemanden eine Freude zu machen. Und nichts verliert so schnell an Bedeutung wie dass sonst alles beherrschende Geld. Es nicht mehr von Nöten. Egal wo man sich auch befindet, und sei es einen Stunde Fußmarsch von zu Hause, es ist immer ein Drink eine Frage, oder eine Kleinigkeit zum Essen ein Angebot weit entfernt. Es ist das Gefühl von Zusammenhalt, von Zusammengehörigkeit, einer Gemeinschaft die auf einander aufpasst. Ein Spirit der sich über die Playa legt und für das ständige Wohlgefühl sorgt. 59.999 andere spüren zur gleichen Zeit das selbe wie man selbst und nichts davon ist in Frage zu stellen.</p>
<p>Die Tage gehen ineinander über und einzig der Wasserstand des Tanks zeigt uns dass die Zeit langsam verstreicht. Es ist bei weitem weniger anstrengend als gedacht und wir fühlen uns in jedem Moment besser als sonst wo auf dieser Welt. Vor allem als nach ein paar Tagen auf normalen Festivals. Wir würden länger bleiben, da sind sich alle einig. Doch die Tage der großen Feuer rücken im näher und kündigen das traurige Ende an. Seien es die zwölf inneren Kunstwerke, das trojanische Pferd oder das vermeintliche Highlight: The Man Burn. Sie werden gefeiert und mit frenetischen Jubel wird der Fall jeder einzelner gewürdigt. Eine beigeisterte Menge umgeben von fabelartigen Artcars umgibt jedes einzelne Feuer. Fahrende Sofas, feuerspuckende Köpfe, unzählige Schiffe bis hin zur Größe von Dreimastern, Fische und unzählige andere Gefährte von fantastischer Kreativität hatten die Ebene mit Leben gefüllt und werden es bis zum letzten Moment tun. Sie werden etwas zielloser durch die Playa fahren, sobald the Man gefallen ist. Orientierungslos beschallen sie weiter die vorbeiziehenden Menschen mit Musik oder nehmen sie mit auf eine Reise durch den Sand.</p>
<p>Es war laut und voller ausgelassenem Jubel als er, der Namensgeber, er, the Man, gefallen ist. Doch das eigentliche Highlight sollte erst noch folgen. Nicht um sonst wird jeder bedauert der früher fahren muss und jeder verpönt der absichtlich vorher verschwindet. Über die letzten Tage haben sich unzählige Nachrichten, Fotos und Objekte am Tempel zusammengefunden. Schmerzhafte Erinnerungen, vermisst und geliebte Menschen, Hoffnungen an die Zukunft und vieles mehr wurden am Tempel zusammen getragen. Auch er wird angezündet werden und All das mit sich nehmen. Es kommt die Zeit loszulassen und sich von alter Last zu befreien. Ein Moment absoluter Stille wird die Playa erfüllen wenn die Tempelwächter ihn bedachtvoll und ohne Knall anzünden. Auch die letzten Laserpointerkids werden dem Aufruf der sonst stillen Menge folgen. Wenn sie, die zu Tausenden gekommen sind um inne zu halten im Einklang fordern »Lasers off, Lasers off«. Und dann bleibt nur noch das Knistern des brennenden Holzes wie es langsam all die kleinen Hinterlassenschaften in einer rießigen Rauchwolke gen Himmel steigen lässt. Befreiung von all der Last durchläuft die Reihen der zusehenden. Die enorme Hitze trocknet jegliche Tränen die sich zuvor ihren Weg nach außen bahnten. Kurze Jubelschreie der Befreiung durchbrechen nur kurz die Stille bis auch die letzte Wand gefallen ist. Und dann spürt man die Erleichterung aller und teilt sie mit inniger Umarmung.</p>
<p>Danach bahnt sich die Stille über die Playa.. Es werden weniger Parties und am nächsten Tag werden wir abbauen, zusammenpacken und abreisen. Aber vergessen was wir erlebt hatten werden wir nie. Auch wenn wir immer noch wir sind, sind wir auch anders als zuvor. Wir hoffen das nächste mal wieder dabei zu sein, dass steht fest. Wer möchte nicht an einen Ort voller so viel Liebe und Frieden&#8230;</p>
<p>Damit ist allerdings nur ein zarter Hauch von dem beschrieben was Burning Man zu etwas derartig besonderem macht, dass es keiner vermochte mit bisher erlebten zu vergleichen. Meine Fähigkeiten es zu beschreiben reichen für mehr nicht aus. Außer vielleicht das Lächeln das sich über mein Gesicht legt wenn ich daran denke&#8230;</p>
<p>.Pete</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Life changes on the playa</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser erstes Erlebnis was Burning Man ausmacht haben wir schon am letzten Abend zuvor erfahren dürfen. Wir sind (mit kaputter Wasserpumpe) auf einen Campground am Nordende des Lake Tahoe gefahren, der uns mit einem freundlichen »Burners welcome« begrüßt hatte. Die Besitzer fahren selbst in die Wüste und wie der Zufall es wollte haben wir einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erstes Erlebnis was Burning Man ausmacht haben wir schon am letzten Abend zuvor erfahren dürfen. Wir sind (mit kaputter Wasserpumpe) auf einen Campground am Nordende des Lake Tahoe gefahren, der uns mit einem freundlichen »Burners welcome« begrüßt hatte. Die Besitzer fahren selbst in die Wüste und wie der Zufall es wollte haben wir einen Stellplatz direkt neben anderen Burnern gefunden. Das wurde ein richtig netter Abend und wir konnten neben einer Menge guten Tipps auch unsere ersten Playagifts austauschen. (Susanne, die Buttons kamen immer Super an!) </p>
<p>Wohl genährt (manche mit 1,4kg Fleisch) sind wir ins Bett um am nächsten Morgen über Reno, einer Werkstatt mit coolen Besitzern, einem Fahrrad und beinahe Batterien zu Burning Man zu fahren. Dazu muss man sich nach der Autobahn erstmal 100 Kilometer durch die Wüste schlängeln. Vor einem Burner, hinter einem Burner. Und in einer unaufhaltsamen Karavane sind wir über Nixon nach Empire und letztendlich Gerlach gefahren. Ein letzter Stopp bevor es in die Schlange geht, noch einmal 1 Stunden warten um Tanken zu können, in mitten von mehr RVs vor der Tankstelle als der Ort Einwohner hat. Aber auch das geht schnell vorbei und wir schlängeln uns weiter entlang des ausgetrockneten Sees. Wir beginnen langsam die Weite dieser Einöde zu begreifen. Ranger überholen im Salz während wir uns noch ein letztes Mal auf Teer bewegen. Und dann kommt das Schild mit dem Pfeil rechts in die Wüste: »Burning Man«</p>
<p>Durch die unzähligen Ankömmlinge wird der Playadust schon in den ersten Metern so aufgewirbelt dass die Sichtweite enorm abnimmt. Blind tasten wir uns langsam ans Ende der Schlange wo wir erstmal zur Ruhe kommen. </p>
<p>Tür auf.. Und ein erster Schritt mit Flipflops in die Wüste. Die Hitze spüren. Den Wind geniesen wie er für leichte Abkühlung sorgt und einfach mal ein paar Meter in Richtung unendliche Ebene laufen. Das Ende der Schlange ist nicht zu erkennen, und auch sieht man noch keinen Man. Wir sind noch mehrere Meilen von den Gates entfernt. 5 Stunden wird es dauern bis wir da sind und unsere Unschuld verlieren. 5 Stunden voller Vorfreude und Begeisterung. Die Länge der 8spurigen Schlange lässt das erste mal erahnen wie gigantisch die Ausmaße sein werden. Und nach dem Abholen der Tickets sind wir auch schon bei unserem Gatekeeper. Jeder Virgin muss sich einmal im Playadreck wälzen bevor der Gong geschlagen werden darf.</p>
<p>»I&#8217;m not a virgin anymore!!!«</p>
<p>Alles andere was uns die nächsten Stunden und Tage erwartet hatte lässt sich nicht beschreiben. Es würde dem ganzen nicht gerecht werden. Man kann es weder in Worte fassen, noch in Fotos festhalten. So begeisterungswürdig Videos auch sind, sie schaffen es nicht im Ansatz zu beschreiben was Burning Man wirklich ist. Jeder Vergleich mit gewöhnlichen Festivals ist lachhaft. Also werde ich es erst gar nicht versuchen zu beschreiben. Ich bediene mich einem Zitat:</p>
<p>»Jemanden Burning Man zu beschreiben ist wie einem von Geburt an Blinden die Schönheit des Lichts zu beschreiben.«</p>
<p>Sorry, aber es ist so. Burning Man hat einen Spirit den man an jeder Ecke und in jeder Sekunde in jeder Zelle des Körpers spürt. Und die letzten Minuten als ich das hier geschrieben habe, hatte ich Gänsehaut. Geht hin, schaut es an, hört es, fühlt es, spürt es, tut es. Ihr werdet danach nicht die selben sein wie zuvor. Versprochen!</p>
<p>.Pete</p>
<p>PS: Ich werde wieder hingehen&#8230; Sicher!</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Wasser für den Man</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 21:32:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Also Cola auf dem Boden des RVs, welcher selbst auf dem beinahe idyllisch gelegenem Parkplatz vom Safeways steht, führt zu einer unausweichlichen Reflexhandlung die sich durch einen tiefsitzenden Drang ausdrückt über den Wasserhahn des selbigen RVs, Wasser aus dem Wassertank zu Pumpen um das Cola vom Boden zu holen bevor das nur noch dazu beiträgt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also Cola auf dem Boden des RVs, welcher selbst auf dem beinahe idyllisch gelegenem Parkplatz vom Safeways steht, führt zu einer unausweichlichen Reflexhandlung die sich durch einen tiefsitzenden Drang ausdrückt über den Wasserhahn des selbigen RVs, Wasser aus dem Wassertank zu Pumpen um das Cola vom Boden zu holen bevor das nur noch dazu beiträgt den vorbeifliegenden Dreck besser mit dem Untergrund zu verbinden &#8211; eben bis das Wasser sie scheidet. Unmittelbare Bedingung um dieses Bedürfnis zu stillen ist die technologische Unterstützung des RVs auch selbst zur eigenen Selbstwäsche beizutragen. Eine Kooperation von Mensch und Maschine die dem Wohl Aller zu Gute kommt. Eine Kooperation zwischen mir und dem RV. Eine Kooperation die dadurch in Gang gesetzt wird das ich mit aller gebotenen Vorsicht aber auch Durchsetzungskraft den Hebel des Wasserhahns von geschlossener hin zu einer &#8211; fast meditativen &#8211; offenen Haltung zu bewegen. Laut stillschweigender Vereinbarung zwischen einerseits Wasserhähnen im allgemeinen und Menschen mit Drang nach Wasser im speziellen, wird dadurch der eben beschriebene Weg des Wassers vom Reservoir bis hin zum äußersten Ende des Wasserhahns in Gang gesetzt, wo selbiges dann über eine kurze Zeit von vollkommener Freiheit und Schwerkraft den maschinell kontrollierten Part verlässt und sich dann dem mehr oder weniger kreativen Willen des menschlichen Parts überlässt.</p>
<p>Soweit sollte dem auch nichts im Wege stehen, wenn nicht ein Teil einen gewissen rebellischen Charakter entwickelt hätte. Damit das alles funktioniert muss bildlich gesprochen ja ein Zahnrad in das andere greifen. Sobald eines, auch noch so kleines seinen Willen zur Kooperation verweigert, ist der ganze Prozess dem unweigerlichen Ende nahe und kommt letztendlich schneller als von allen beteiligten und unbeteiligten erhofft zum Stillstand. Resultat ist in unserem Fall dann schlichtwegs dass die Cola die Verbindung mit dem Boden eher vertieft als sich davon zu befreien. Und alles nur weil in unserem RV genau 24 Stunden vor geplanten Wüsteneintritt die Wasserpumpe versagt. Gallonen von Wasser hätten wir dann dabei, aber wir müssten dennoch langsam und qualvoll dehydrieren während wir versuchen uns mit Bier zu retten.</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Getting Closer</title>
		<link>http://dwisk.de/blog/2011/09/06/tales-of-the-burning-man-getting-closer/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 21:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
				<category><![CDATA[travelling]]></category>
		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Nacht im RV hatten wir bestens überstanden. Nun gehts ab Richtung Burning Man! Ab durch die City um die wichtigsten Vorräte zu holen, das Bier. Augustiner Edelstoff, of course! Selten hab ich einen Verkäufer so glücklich gesehen, aber bei 210 Flaschen richtigen Biers für unwirkliche Summen, darf er das auch. Zum Glück ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Nacht im RV hatten wir bestens überstanden. Nun gehts ab Richtung Burning Man! Ab durch die City um die wichtigsten Vorräte zu holen, das Bier. Augustiner Edelstoff, of course! Selten hab ich einen Verkäufer so glücklich gesehen, aber bei 210 Flaschen richtigen Biers für unwirkliche Summen, darf er das auch. Zum Glück ist der Kofferraum des RVs dann auch noch groß genug <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Letzter Sightseeing Stop &#8211; Golden Gate Bridge. (Über die man auch komplett drüber laufen kann &#8211; gell fazzo?) Jedenfalls erstaunlich wieviel Stahl man im Nebel verstecken kann. Dementsprechend ist die ganze Fotogeschichte auch am besten über Flickr zu lösen. Was auch allgemein die beste Lösung für Fotos von unterwegs.. Man muss keine Kamera schleppen, es kann einem keine Kamera geklaut werden und auf den Fotos kann man sich Jahreszeit und Wetter ganz einfach aussuchen. Falls man wirklich mit drauf muss, muss dann wohl Photoshop zaubern.. Aber is alles machbar..</p>
<p>Wir sind jedenfalls &#8211; inzwischen zu viert &#8211; mit unseren Nebelfotos im Gepäck über die Brücke und Richtung Sacramento gefahren. Ein Zwischenstopp für die ersten Einkäufe und diesmal mit Erfolg nicht CostCo, aber nur fast Safeways. Der wär nebendran und wir durch die falsche Tür in nen Target. Aber egal, weiter ging&#8217;s über McD-Inet Richtung Osten. Einen RV Rastplatz zu finden war ein ähnlicher Spaß wie Tags zuvor, aber wurde dann mit einem Full-Hook-Up belohnt. Also Strom-Wasser-Scheiße, denn das eine will rein und das andere raus. Apropos rein, rein sind auch mehrere Steaks mit denen wir unseren Eimer-Grill eingeweiht haben. Dazu ein kühles Augustiner und die Welt ist in Ordnung.</p>
<p>Inzwischen war nun Samstag vorbei und nur noch ein Tag trennt uns von einem Erlebnis dass das schon Leben verändert hatte. Und um diese Woche voller Sand zu überstehen haben wir unsern schönes Plätzchen für die letzte Nacht ausgesucht.. Lake Tahoe. Very nice, südlich über nen Pass mit grandiosen Blick über den See runter nach South Lake Tahoe &#8211; Food Shopping! (Mc Donalds Internet Stops müssen ja nicht weiter erwähnt werden, oder?)</p>
<p>Spätestens nach uns gabs kein Arrowhead Wasser in vernünftigen Mengen. Pasta, Fleisch, Getränke und Co.. 2 Einkaufswägen voll bis oben hin. Und diesmal wars wirklich ein Safeways! (die spontan angemeldete Bonuskarten hat uns $130 gespart!) Für die Plünderung waren wir aber nicht alleine verantwortlich. Es gab mehrere andere Burnereinkaufswägen. Und die sind relativ leicht auszumachen. Mehrere Gallonen Wasser und ansonsten bis unters Supermarktdach gestapelt.</p>
<p>Ab damit in den Kofferraum! Und Cola die man ausschüttet sollte eigentlich aufgewischt werden, aber das ist ne andere Story.</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Shopping</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 20:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Burning Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir die erste Nacht in nem Hotel mit eigenem Kamin im Zimmer verbracht hatten, hieß es nun den RV auf der anderen Seite der Bay abholen und einkaufen. Die Fahrt an der vernebelten Küste vom Abend davor war da schon längst vergessen. Gar nicht so leicht nen Hotel zu finden in der Einöde zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir die erste Nacht in nem Hotel mit eigenem Kamin im Zimmer verbracht hatten, hieß es nun den RV auf der anderen Seite der Bay abholen und einkaufen. Die Fahrt an der vernebelten Küste vom Abend davor war da schon längst vergessen. Gar nicht so leicht nen Hotel zu finden in der Einöde zwischen den Surferstränden. Aber für nen Sonnenuntergang im Nebel hat es gereicht und ich war eh mit Jetlag bekämpfen beschäftigt. </p>
<p>Es war richtig richtig kalt in der Früh auf dem Weg zum Breakfast-Room. Von den maximal 67 Leuten die da hätten reinpassen sollen, war die Hälfte auch irgendwie schon wieder der deutschen Sprache mächtig. Genau darum fahr ich ja auch in Urlaub &#8211; um mich wie zu Hause zu fühlen? Quatsch! Aber passiert andauernd.. Die Briten hatten die Welt mit Soldaten erobert und kolonisiert. Wir machen das mit Touristen und markieren die eroberten Gebiete einfach mit Handtüchern <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  So gehts doch auch und es gibt weniger Tote.</p>
<p>Wenn man ein bisschen durch die Welt reist trifft man jedenfalls überall 2 Arten von Deutschen. Die einen mit den Handtüchern, die unbewusst darauf bedacht sind eine möglichst hohe Score im Vorurteils-Bingo zu erreichen. Meistens in Hotelanlagen versteckt aus denen sie sich nur in größeren Gruppen und im Schutz von klimatisierten Reisebussen heraustrauen. Die zweite Art von deutschen Touristen versuchen verzweifelt nicht als solche aufzufallen und meiden Absammlungen von ersteren mit solcher Nachdrücklichkeit dass sie es geschafft haben ein eigenes Bingo-Chart zu füllen. Keine der beiden Gruppen ist daher irgendwie besser als die andere, aber wenn man sich beider bewusst ist macht es furchtbar viel Spaß beiden zuzuschauen. Oder Gruppe 1 einfach mal verraten dass der eine da an der Bar gar kein Engländer ist, sondern sich nur weigert Deutsch zu sprechen&#8230;</p>
<p>Egal! Wir wollen zum Burning Man. Wir brauchen einen RV und müssen einkaufen. Dazu lassen wir die kalte verregnete Küste hinter uns und ab zu El Monte RV wo wir schon vor Monaten einen RV reserviert haben, mit dem wir auch in die Wüste dürfen. Dementsprechend ist auch nicht die neuesten Generation die einem gegeben wird. Da wir beim Ausfahren vom Gelände unseres RV-Vermieters nichts gerammt, geschrammt oder sonst wie zerstört haben, gibts dazu leider auch nix weiter groß zu erzählen. Das eigentliche Abenteuer sind die Tücken des großartigen Navis. Gut, es ist aus Deutschland mitgebracht, hat aber die richtigen Karten und schon ne Woche um den Jetlag loszuwerden. Ausreden gibts keine, daher kann es nur an einem liegen. Das Navi hat einfach ne Menge Spaß daran uns im Kreis und sonst wo hinzuschicken. Eine Leidenschaft über Highway-Brücken zu fahren kann auch unterstellt werden, so oft wie wir umdrehen mussten.</p>
<p>Allerdings haben wir so auch unsere zweite Shopping Station gefunden&#8230; Den Baumarkt. Und mit Baumarkt ist auch bauen gemeint. Kein Heimwerker-ich-hübsch-mein-Haus-auf-und-will-beim-einkaufen-mit-aufzug-musik-vollgedudelt-werden-Markt sondern einfach ein BAU-Markt. Also gabs auch keine Chance Material für unseren Bastel-BurningMan zu finden&#8230; Zumindest nicht wenn er unter 2 Meter groß werden sollte. Stattdessen haben wir so viel Geld ausgegeben, die 2-3 Jahrzehnte alten Polster unseren RVs zu schützen, dass die Reinigung am Ende fast doch billiger gewesen wäre.</p>
<p>Der erste Shopping Stop war dagegen jedenfalls eher langweilig und die zwei Highlights wären einerseits wie ich tatsächlich mal ein Foursquare-Special genutzt hab um die vergessene Jeans für 15% weniger nachzukaufen. Andererseits sind wir in einen Sears reingelaufen um eine SD-Karte zu kaufen und sind mit Fahrbarer Kühlbox + diverses Kleinzeug rausgekommen.</p>
<p>Das eigentliche Highlight des Tages sollte aber noch etwas später kommen. Seit dem 67 Personen Raum voller Deutscher (und Ashley?) hatten wir nichts gegessen. Inzwischen schon 18h haben wir uns getrieben von Hunger auf dem Weg gemacht selbigen zu bekämpfen. Gelandet sind wir einem rieesigen Markt der einfach alles hatte. Vom Fernseher über Paulaner Festbier und europäischer Wurstwaren zu Paletten RedBull, riesigen Melonen und frischen Hendl. Letztere haben wir zu unserem Abendessen erkoren und sie mit größtmöglichen Jagdstolz in unseren Einkaufswagen gefrachtet. Insgesamt haben wir vor diesem Jagderfolg bestimmt 2 Stunden drin verbracht! 2 Stunden voller Freude über das was wir alles gefunden hatten! 2 Stunden voller Erstaunen wie groß man Packungen eigentlich machen kann. 2 Stunden inkl. Diskussionen ob es auch &#8220;normale&#8221; Supermärkte gibt. 2 Stunden unseres Lebens die durch nur eine Frage vom vollen Erfolg zur vergessenswürdigen Zeitverschwendung wurde. Es war der Cashier der sie stellte und uns wurde seeehr sehr schnell klar worin der Fehler lag. Warum alles in soo großen Packungen verpackt ist. Warum es wirklich alles erdenkliche gab und wir in den 2 Stunden mehr zu Fuß gelaufen sind als uns unser sadistisches Navi uns hätte falsch fahren lassen können. </p>
<p>Der nette Mensch hinter der Kasse fragte uns einfach nach unserer Kundenkarte. Ohne Kundenkarte kann man nicht einkaufen. Viel erklären musste er uns dann nichts mehr. Ein Wort, das schon vorher in unseren Köpfen diverse Runden drehte, drang in Millisekunden vom Unterbewusst sein direkt nach draußen: METRO! Na klar! Ist doch logisch! Wie doof sind wir eigentlich?? Vor lauter Hunger haben wir keine Zeit damit verschwendet den Schildern am Eingang so viel Aufmerksamkeit zu schenken, um zu erkennen das nicht hier Einkaufen kann. Egal, damit abgefunden sind wir von dannen gegangen. Ohne Brathendl, ohne die Riesenmelone und all das andere Zeug. Ein bisschen Mitleid mit dem der das alles wieder verteilen muss, schwang noch mit als wir vorm Ausgang abgefangen worden sind. Es war die Dame aus unserer Schlange hinter uns. Sie hatte Mitleid mit uns und wir dürfen mit ihrer Kundenkarte einkaufen. Cool! Plötzlich sind die Hendl wieder Meilen näher auf unseren Tellern, die ungeduldig im RV auf uns und unsere Jagdbeute warten.</p>
<p>Der Cashier musste, angesichts eines vollen Wagens den er sonst wieder verteilen musste, auch nicht wirklich überredet werden dass das so in Ordnung gehen würde. Voller Jagdeifer haben wir alles vom Band in den Wagen geräumt und zugesehen wie der digitale Summenanzeiger sich langsam nach oben schraubte. Als alles eingescannt war blieb nur noch ein Schritt, der uns vom verdrücken der zwei prächtigen Brathendl trennte. Auch wenn die Flügel nicht so groß waren, wie die von meinen Monster-Mutanten-Chicken-Wings am Vorabend, lagen sie gedanklich schon in unseren Mägen. Hunger lässt ungeduldig werden und der Unterschied zwischen einer »credit card« und einer »debit card« verbläst. Das wir keine American Express haben, haben wir gewusst. Aber das unsere Karten alle kein Debit konnten, geschweige wir auch wirklich die richtigen Pinnummern eingegeben hatten, haben wir erst nach mehreren verzweifelten Minuten eingesehen. Minuten in denen der Cashier vielleicht mehr Mitleid bekommen hatte und die Frau hinter uns langsam von den unaufhörlichen »thank you so much« peinlich berührt wurde. Letzten allen Endes sind wir tatsächlich, nach 2 Stunden ohne irgendetwas wieder raus. Raus aus dem Costco und jeder der nen bisschen was über Einkaufsläden in USA weiß, weiß was wir auch nie wieder vergessen werden: Cosco ist wie die Metro, nur ohne Eingangskontrolle..</p>
<p>Inzwischen acht Uhr und voller Durst und Hunger sind wir erst in einen Liquorshop (Patron Café, YAY!) und dann in McDonalds. Essen und WLAN tanken. Burger und ein App für RV Parkplätze. Genug von allem um uns gestärkt auf die Suche eines Nachtplatzes zu machen. Und da sind wir auch schon wieder beim Vertrauen in die digitale mobile Revolution. Beim Vertrauen dass uns ein kostenloses App zu einem leeren RV Stellplatz führen wird. Der erste Vorschlag führte uns in ein Wohngebiet. Und auch wenn die schön gepflegten Vorgärten der Häuser durchaus nett und einladend aussahen, war klar dass das App vielleicht auch mal alte Daten drin hat. Dem Navi haben wir schon länger nicht mehr vertraut und das hat sich auf dem Weg zum nächsten RV-Platz auch bestätigt. Der Platz war vor uns in Sichtweite und das Navi hat uns ums Eck geschickt. Letztendlich existierte der Platt wenigstens und das App war vorerst die Null Euro Wert, dass es gekostet hatte. Trotzdem war der Platz allerdings schlichtweg voll und wir sind kurz darauf auf einem Supermarkt gelandet. Diesmal richtige Größe und Marke: Safeway. Pro Klogang noch was eingekauft und dann ins Bett für die erste Nacht im RV&#8230;</p>
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		<title>Tales of the Burning Man &#8211; Anreise</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 05:44:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es geht also zum Burning Man. Mitten in den Black Rock Desert. Eine Wüste ohne jegliches Wasser. Auf uns selbst gestellt, denn Selbstversorgung steht ganz oben. Ein Erlebnis, das verspricht Leben zu verändern &#8211; sagt man sich zumindest. Letztendlich werden wir noch sehen was passiert, denn vor dem Abenteuer steht noch die Anreise zu selbigen&#8230;
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht also zum Burning Man. Mitten in den Black Rock Desert. Eine Wüste ohne jegliches Wasser. Auf uns selbst gestellt, denn Selbstversorgung steht ganz oben. Ein Erlebnis, das verspricht Leben zu verändern &#8211; sagt man sich zumindest. Letztendlich werden wir noch sehen was passiert, denn vor dem Abenteuer steht noch die Anreise zu selbigen&#8230;</p>
<p>Der Wetterbericht in München, Donnerstag, 25. August 2011 sagte »Bis zu 33 Grad, sonnig, keine Wolken«. Jenna, die Wetterfee im Radio, sagte das selbige die letzten Tage.. Und auch am Freitag, allerdings wieder Hitzegewitter möglich. Jenny hatte wahrscheinlich Recht, aber als ich ihr an diesem Tag morgens um Acht im Halbschlaf lauschte, war mir auch klar, dass das alles nichts ist. Nichts im Vergleich zu dem was uns in der Wüste erwarten wird. Trockenheit, Hitze und Kälte werden mit den restlichen Erfahrungen unser Verständnis von dem was, wer und wieso wir sind neu ordnen. Extreme Bedingungen sind geradezu dafür geschaffen.</p>
<p>Also erstmal aufstehen. Noch einmal eine Länge ausgiebige Dusche ohne Reue genießen. Wie das Wasser auf den Kopf prasselt, dabei den Rücken sanft masiert und langsam dem Abfluss entgegen rinnt. Das galt es auszunutzen, denn schon bald sollte der erste Teil beginnen&#8230; die Anfahrt&#8230; Naja, mehr fliegen als fahren.. Aber dennoch ist es.. Die Anfahrt.</p>
<p>Die wundersame Welt der wunderbaren Technik, erlaubt es uns in unseren hochtechnisierten Welt ja inzwischen einfach schon gemütlich von zu Hause für den Flug am nächsten Morgen einzuchecken. Sich gemütlich einen Fensterplatz sichern um am nächsten Tag ohne Stress in der Schlange für den »Baggage Claim« zu stehen. Als Kind dieses Zeitalters bin ich da gerne vorne mit dabei und fummle mit dem British Airways iPhone App rum zum einchecken und Ticket aufs Handy laden. Mit Erfolg? Nein. Aus nicht erklärlichen Gründen will es. nicht klappen. Die werden sich zwar später am nächsten Morgen vor dem Flug zu größter Zufriedenheit klären, aber in jenem Moment führt es eher zu einem Verlust des Vertrauens an das eben beschriebene hochtechnisierte Zeitalter der mobilen Internetrevolution. Die Angst vor dem Mittelgang. Die Angst zwischen zwei äußerst netten, aber auch leicht mehr horizontalen Platz benötigten, Mitreisenden zu sitzen die am Ende wegen ihrer Flugangst unter durchgängigen Transpirationsanfällen leiden und den mehrstündigen Flug von London nach San Francisco so zu einem ungewollt Lebensveränderten Abenteuer machen, bringt mir schon vor der Wüste die nich kalten Schweißtropfen auf die Stirn. Als sogenannter Digital Native, bzw. als einer der glaubt einer zu sein ohne das man das wirklich an irgendwas definitiv fest machen könnte, ist man da schon etwas hilflos für den ersten Moment.</p>
<p>Kaputt! Scheiße! Mist! Wieso und weshalb überhaupt? </p>
<p>Nach ein paar Versuchen und etwas Fluchen ging zumindest der Check-In für den ersten Flug. Fensterreihe. Nice. Auch wenn ich den Flughafen München und sämtliche Flugrouten zwischen dort und London inzwischen meine auswendig zu kennen. Die erste Aufgabe ist gelöst, ich irgendwann im Bett nachdem das iZeug updaten doch wieder zu lange gebraucht hat.</p>
<p>Am nächsten Morgen, nach Jenna&#8217;s Wetterbericht und der letzten Dusche auf diesem Kontinent und ohne Staub zwischen den Zähnen blieb nur noch übrig die letzten Dinge zu packen und gemütlich Richtung Flughafen zu steuern. Pflanzen sind gegossen (OK, es gibt nur eine.. Lebende) Strom ist aus und sonst passt auch alles soweit und ich kann den Koffer mal von seiner friedlich ruhenden und leicht aussehenden Position in die Vertikale bringen.</p>
<p>Ohoh! Zu schwer!? Naja, probieren wir einfach mal. Wenn ich ihn die Treppe runter und bis zur U-Bahn schaffe muss es passen. Besser das, als jetzt zu entscheiden was nicht mit in die Wüste darf. Unmenschlich wäre es sowas um die Uhrzeit (9Uhr *räusper*) zu verlangen. Und über den MVV und die zugehörigen agilen S-Bahn-Fahrpläne wollen wir nicht reden. Ich hab noch nett jemanden unterwegs getroffen und war dann gemütlich unterwegs in Richtung Flughafen.</p>
<p>Gemütlich und entspannt genug mich über etwas zu freuen. Denn zwischen der Dusche und dem Kofferschleppen hatte sich noch aufgeklärt wieso der Flug von London nach San Francisco sich weigerte mich einzuchecken. Die netten (also wirklich die nettesten) Leutchen von British Airways hatten sich kurzer Hand entschlossen mich für meinen Langstreckenflug in Richtung Wüste upzugraden! Danke! Mehr muss ich da nicht sagen. (außer zu erwähnen dass ich beim Schreiben Grad gemütlich in meinem riesigen Liege Flugzeugstuhl sitze.</p>
<p>Mit dem guten Gefühl dass die digitale Revolution des Alltags doch nicht ganz verloren ist hab ich mich und meinen Koffer weiter Richtung Check-In gehievt. (Die Hübsche aus der S-Bahn am Sitz gegenüber war leider zu langsam und hatte vermutlich eh ein anderes Ziel).  »Baggage Drop Off« ist was schönes, auch wenn man den zukünftigen Fluggästen vor einem erst mal erklären muss dass der Zusatz »Internet Check-In« bedeutet das sie so eingecheckt sein sollten. Übrigens auch ein Weg die eh schon kurze Schlange vor einem in Luft aufzulösen.</p>
<p>Und Luft ist dringend nötig wenn man versucht sein eigenes Gepäckstück auf das Band mit der alles entscheidenden Wage zu wuchten. Zeit für Schweißperlen bleibt nicht, schließlich gibt es im wirklichen Leben keine 5 Minuten Slowmotionsequenzen um mehr aus dem Ticket rauszuholen. Stattdessen dauert es nur Sekundenbruchteile bis die Waage über gut und böse entscheidet. Über nachzahlen oder auspacken. Über Frust oder Erleichterung.. Über, naja ich glaub es hat jeder kapiert wovon ich spreche.</p>
<p>Das Schicksal&#8230; Mein Schicksal, das die rotglühende (digitale) Anzeige der Waage mir entgegenwurf war jedenfalls nicht mit meinem Facebook-Account gekoppelt. Zum Glück hat die digitalsoziale Umschichtung unseres Alltags noch Grenzen gehabt und meine im Cyberspace zuhörenden Freunde wurden nicht mit einer weiteren sinnlosen Zahl vollgespammt.</p>
<p>20,3 kg..</p>
<p>Klingt nach 0,3 kg zu viel. Ist aber unter 23kg und damit die letzte Hürde genommen. Jaja, ich weis. ich hab wieder aus einer Nichtigkeit mehrere Absätze gemacht.. aber zu meiner Verteidigung bleiben mir noch 6 Stunden 47 Minuten bis nach San Francisco.. Klar wären das auch drei Filme. Aber Rango hab ich eben schon angesehen und zwischendurch muss Zeit für was anderes sein, oder nich?</p>
<p>In London. Am Terminal 5. Da bleiben mir 40 Minuten um beim ersten Flugzeug rauszukommen. Um mich kontrollieren zu lassen ob ich unterwegs meinen Reisepass per Fallschirm(chen) an Höllander verkauft habe. Um mein Gepäck nochmal nach Massenvernichtungswaffen durchleuchten zulassen, und mich per Untergrundbahn zu einem noch nicht bekannten Außenposten bringen zu lassen. Beim letzten mal hat das Prozedere zu der zweifelhaften Ehre geführt dass ich und die restlichen 1000 Passagiere am T5 meinen scheinbar für klangvoll gehaltenen Namen über unzählige kleine Lautsprecher Tönen zu lassen. Ich fände zweifelhaft der Ehre überhaupt Wert zu sein, aber gelaufen bin trotzdem um dem »Last Call« durchs Terminalgebäude zu Folgen.</p>
<p>Auch damals hatte ich die 40 Minuten Zeit und deswegen verfolg ich auch eher besorgt die Flugbahn meines Airbus als er vor London plötzlich umdrehte. Sollte die Mutter im Flug nach New York die neben Michael Mittermeier saß etwa doch Recht behalten? Ist die Diskussion zwischen Mutter und der 18,02 jährigen Tochter über Autokaufen und wer es zahlt etwa Schuld? Ist mir entgangen wie sie sagte »das Auto musst du schon selber zahlen, oder der Pilot dreht um«? Ich wusste es nicht, und die vorgehende Uhr auf meinem iZeug hat die Angst nur verstärkt mein Upgrade zu verpassen. Meinen Luxussitz in die Wüste.</p>
<p>Mal kurz Aufstehen und die Sitzreihen vor mir und hinter mir abschätzen&#8230; Mitte &#8211; Mist! Ade du schöne Beinfreiheit. Ade du Liegesitz. Ade, ach keine Ahnung was es da alles gibt? Ich brauch ne Taktik um die Schnarchnasen vor mir zu überholen, die Securities zu umrunden und den dazu gewonnen Luxus zu erreichen. Inzwischen bin ich dieses Jahr schon mehr als 1x mit der Airline um die Welt, da ist es doch nicht gewonnen, sondern verdient! (soviel zur Selbstmotivation und vorzeitigen Abbau von schlechten Gewissen andere gleich auf der Strecke zu lassen.) Einzig die Hübsche aus der S-Bahn hätte mich von meinem Ziel abgebracht, aber die wär längst woanders. Eh fraglich wie sonst die Surfpause vor dem Flug&#8230;</p>
<p>Ach egal. Ich sitz aufsprungbereit im engen Standardsitz und warte ungeduldig bis die Herrschaften ein paar Reihen vor mir ihr Gepäck im Gang packen. Über die Sitze zu steigen, sie anzubrüllen und weiterzulaufen scheint mir sich etwas übertrieben. Es reicht das immer noch über Autokosten diskutierende Mutter/Tochter-Gespann vor mir her zutreiben. Im ersten Gang waren sie überholt. Nach der ersten Kurve noch drei. Ich wähne mich meinem Ziel von Luxus deutlich näher &#8211; in wieder realistischer Nähe (nachdem auch ich gemerkt hab das wir pünktlich sind und mein iZeug falsch geht).</p>
<p>Aber dann ist passierte etwas unvorhersehbares das jegliche Schlachtpläne über den Haufen wurf. Wie Ei goldener Schweif am Horizont stand sie da und brachte mir die Erlösung&#8230; Nein, nicht die blonde aus der S-Bahn, aber die British Airways Frau mit dem »Fasttrack«-Ausweis. Der Ausweis zum Glück mit dem man jede Kontrollschlange vor sich vaporisieren kann, einfach dadurch das man daran vorbei geht. 0 Personen vor mir an der Passkontrolle. Das Mutter-Tochter-Gespann wird noch 30 Minuten bis hier hin brauchen. Keine Schlange vor der Rolltreppe und wieder 0 vor der Gepäckkontrolle. Das ist so schnell das man es fast schon Stress ist alle Metallteile zu entfernen.. Und es ist Gold wert. Locker 30 Minuten gespart, pünktlich am Gate und noch genug Zeit die geexte Cola der Londoner Kanalisation/Themse zu überlassen.</p>
<p>Danach kam wirklich der kostenlose Luxus mit Sitz und Co, besseren Kopfhörern, besser alles und vor allem als erste Essen zu bekommen (also beide Menüs noch vorhanden &#8211; und nicht nur das mit Käse). Gegen die vorhandene Babies gab&#8217;s Ohropax, das Filmangebot ist das Gleiche und ansonsten ist auch alles Bestens <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Der längste Tag</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 21:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
				<category><![CDATA[travelling]]></category>

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		<description><![CDATA[Angefangen hat der bisher längste Tag meines Lebens mit einem Glas Wein, Duschen und dass ich ins Bett gegangen bin. Dass das Glas Wein auch gleichzeitig das Ende einer Flasche Wein bedeutet hatte, sei nur M Rande erwähnt. Jedenfalls kann ich vorwegnehmen, dass es nicht das letzte sein sollte. Was aber auch nicht heißt das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angefangen hat der bisher längste Tag meines Lebens mit einem Glas Wein, Duschen und dass ich ins Bett gegangen bin. Dass das Glas Wein auch gleichzeitig das Ende einer Flasche Wein bedeutet hatte, sei nur M Rande erwähnt. Jedenfalls kann ich vorwegnehmen, dass es nicht das letzte sein sollte. Was aber auch nicht heißt das es viel Wein an diesem Tag gab. Bevor mir jetzt aber wieder nachgesagt wird dass ich nicht zum Punkt komm, hör ich erstmal auf von Weingläsern zu erzählen und komm wieder zurück zum längsten Tag meines Lebens. Der ist aktuell wo ich das schreibe noch gar nicht zu Ende, insofern ist eh offen wieviel Wein da noch ins Spiel kommen wird.</p>
<p>Alrighty. Also natürlich stellt sich die Frage wieso längster Tag usw. Daraus nen Rätsel zu machen, klappt nicht. Zu offensichtlich alles irgendwie. Genau genommen versuche ich durch das schreiben nur etwas Zeit zu gewinnen. (Dazu später gleich mehr). Jedenfalls ging der Tag etwa vier Stunden nach dem zu Bett gehen weiter. Es war kurz nach fünf, als ich mich von meinen Träumen lösen musste. Ja, dass ich geträumt habe, weiß ich noch. Um was es ging aber leider nicht mehr. Sowieso vergeß ich IMMER was ich nachts so geträumt habe. Und direkt aus einem Traum aufwachen hat immer zu Folge etwas länger zu brauchen, sich mit der neu entwickelnden Realität anzufreunden. Die Realität für heute ist, dass es der längste Tag meines Lebens ist. Nicht gefühlt, sondern rein rechnerisch. Komplette 12 Stunden Sonne bekomme ich zusätzlich gut geschrieben. Dass an einem einzelnen Tag hat die Folge das wir zwischen 0:00 und 24:00 auf 36 Stunden kommen.</p>
<p>(das dumpfe Gefühl mir werden die demnächst wieder abgezogen kann ich nicht ganz unterdrücken und das dämpft auch irgendwie ein bisschen die Freude über die ganze Geschichte)</p>
<p>Zurück zum Tag. Da die Menschheit meines Wissens noch keine Zeitmaschine hat &#8211; jedenfalls keine für mich zugängliche &#8211; ist es geradezu offensichtlich dass der ganze Trick am einfachsten mit einem Flug zu erreichen ist. Bzw. mit mehreren aneinander hängenden. Also ging&#8217;s im Halbschlaf mit der aufgehenden Sonne erstmal Richtung Flughafen. Und so schnell hat mich die Sonne auch nicht mehr verlassen! Nicht das ich nen Verfolgungswahn hätte, aber jetzt während ich das schreibe tut selbige schon seit bestimmt 10 Stunden so als wäre es so um die Mittagszeit. Scary <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vom check-in brauch man glaub ich nicht viel erzählen. Außer das ein paar Soldaten Taschen mit 35kg dabei hatten und das ging so gar nicht. Auch die Boxen zwischen 40kg und 60kg haben nicht wirklich geholfen dass das schneller von sich geht. Blöd wenn man in der Schlange hinter den Jungs stand. So wie ich natürlich. Danach war alles weitere unspektakulär. Nach London wirkt wie ein Katzensprung, wenn nach den 2 Stunden noch weitere 22 Stunden folgen.</p>
<p>LONDON</p>
<p>Das Flugzeug setzt einen Tag nach der royalen Hochzeit in Heathrow auf. Jeder hatte die letzten Stunden mitbekommen dass da jemand geheiratet hatte. Ob er oder sie nun wollte oder nicht. Es gab kein entrinnen. Von allen Seiten über alle medialen Kanäle der Gegenwart wurde man damit bombardiert. Dadurch ist die Welt nun anders, als zuvor. Zwar immer noch kaputt, aber der Masse der Berichterstattung zu Folge nun eine andere. Nicht mal Kernschmelzen in japanischen Atomkraftwerken kamen gegen die Vermählung dieser zweier Menschen an.</p>
<p>So hat sich auch eine gewisse Befürchtung in mir aufgebaut&#8230; London, Tag 1 nach dem Ereignis, und ich vor Ort. Fast Ground Zero, aber nur am Flughafen. Wieviel Kitsch werde ich wohl ausgesetzt werden. Wird es eine tödliche Dosis für jeden halbwegs Gesunden Geschmack? Über wieviele betrunkene Royalfans muss ich steigen um meinen Anschlussflug zu bekommen? Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten ergriffen werden? Die Aufklärung der Airline war jedenfalls mehr als mangelhaft! Um genau zu sein gab es rein gar keine! Und dabei liebe ich die charmante Art der British Airways Piloten mit ihrem netten britischen Akzent zu erklären das&#8230;. Ach ich weiß gar nicht so genau was sie da immer alles erzählen. Jedenfalls immer sehr ausschweifend und grandios ausgeschmückt! Ziel ist dabei nur die Leute auf das gleich beginnende Meisterstück an Zeichentrickanimation hinzuweisen, dessen Inhalt eh nur &#8220;in the unlikely event of&#8221; interessant wird. Von der notwendigen Seelsorge um das Royale Aftermath zu überstehen wurde jedenfalls nichts gesagt. Der Blick der Airline geht halt auch nicht über den Tellerand, bzw. die Cockpitfenster hinaus.</p>
<p>Aber es waren ja nur die Befürchtungen. Von der Realität will man doch gar nicht sprechen. Der schöne Schein des multimedialen Großevents soll erhalten werden. Und da ich mir nicht sicher bin ob der Typ neben mir nicht doch vom MI6 ist, halt ich besser die Klappe und lass die Welt in ihrer selbstgewählten Scheinwelt. Ich hab den Anschlussflug geschafft, und dabei wollen wir es belassen.</p>
<p>Etwa 11 Stunden Flug standen vor mir&#8230; Nach &#8220;the facebook&#8221;, die letzten 350 techcrunch Einträge und 4 Stunden &#8211; von Kindergeschrei unterbrochenen &#8211; Schlaf später sitzt ich hier und Versuch die restlichen Stunden mit schreiben zu verkürzen. Gerade sind wir über Reno geflogen, und wär ich auf der anderen Seite am Fenster hätte ich Black Rock City sehen können. Aber das kommt ja erst im August. Das andere Fensterplatzhighlight war das ewige Eis von Grönland, bzw. etwas später das schmelzende Eis von Grönland. Lang ist er der Flug, und jetzt genieß ich noch ein bisschen den Ausblick. </p>
<p>LOS ANGELES</p>
<p>Die restliche Stunde Flug verging dann auch wie im Flug (sorry, könnt ich mir nicht verkneifen). Jedenfalls sitz ich jetzt in LA am Flughafen und warte auf den nächsten Flug. Noch hab ich keine 12 Stunden aufgeholt, und es soll ja der längste Tag werden und so.. </p>
<p>Bevor wir gelandet sind hab ich dann noch rausgefunden das meine Sitznachbarn nicht vom MI6 sind. Es kam schlimmer. Der Zufall hat mich in einer Boing 747 mit geschätzten hunderten Fluggästen neben 2 aus Deutschland gesetzt die nach Hawaii fliegen!! Meine Deckung hab ich aber nicht aufgegeben. Der Zufall war zu groß und das nächste mal brauchen die (doch) MI6 Agenten ne bessere Deckung. Ganz naiv bin ich ja auch nicht <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>LA ist erfreulicherweise auch ziemlich gut verschont worden von royalen Superlativen. Stattdessen hat sich der Stau auf der Straße &#8211; den man von oben beäugen konnte &#8211; dann auf dem Rollfeld fortgesetzt. Schon im Flugzeug richtiges LA-Feeling! Das wenn der Stoiber wüsste.. &#8220;Sie sitzen noch im Flugzeug und sind quasi schon im Stadtstau!&#8221;</p>
<p>Alles andere ist unspektakulär und ging ohne Probleme. Jetzt eben mal WLAN kaufen und euch mit den bisherigen Zeilen erfreuen. Ob&#8217;s mit dem längsten Tag dann wirklich geklappt hat und wie das mit den Blumenketten so ist, gibt&#8217;s dann glaub erst etwas später..</p>
<p>In guter cliffhanger Manier &#8220;To be continued&#8230;&#8221;</p>
<p>.Pete</p>
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		<title>Und jetzt sitz ich zu Hause mit nem Verband am Arm</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 14:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>atrox</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war der schönste und genialste Urlaub aller Zeiten. Aber ist vorbei und ich nun back in Deutschland. Mein Körper scheint sich allerdings dagegen wehren zu wollen. Symptom dieses Zustands ist der durchgehende Husten der nicht mal vor der Nacht stoppen wollte. Aber wer will schon krank sein? Außerdem gibt&#8217;s eh Mörderviel zu tun und so… [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war der schönste und genialste Urlaub aller Zeiten. Aber ist vorbei und ich nun back in Deutschland. Mein Körper scheint sich allerdings dagegen wehren zu wollen. Symptom dieses Zustands ist der durchgehende Husten der nicht mal vor der Nacht stoppen wollte. Aber wer will schon krank sein? Außerdem gibt&#8217;s eh Mörderviel zu tun und so… Also denkt sich der Peter (me, nur 3. Person &#8211; soviel Abwechslung muss erlaubt sein): &#8220;lass uns mal lieber zum Arzt gehen&#8221;. Schließlich gerade die 3. Nacht durchgehustet. Am Ende werd ich noch ernsthaft krank..</p>
<p>Nach 30 Minuten warten, 2 Minuten Behandlung und 3Minuten über Barbados befragt werden, hatte ich nen Rezept in der Tasche. Antibiotika um zu bekämpfen was den Hals dick und den Husten lästig macht, plus was gegen den nächtlichen Husten.</p>
<p>Endlich, nach dem Zwischenstop bei der netten Apothekerin und den Wi.. äh Bemerkungen über Antibiotika und Alkohol in der Arbeit angekommen, hab ich mich auf erfolgreiche Suche nach was Trinkbaren gemacht. &#8220;Rein unter runter&#8221; sagte ich mental zur Tablette und wir waren uns beide einig, dass es das Richtige ist. Ich bin dann zur Arbeit übergegangen und die Tablette hat angefangen ihre Wirkstoffe zu verteilen. &#8220;Deal ist Deal&#8221;. Nur hat es nicht gereicht dass die Tablette und ich der gleichen Meinung waren. NÖ. Der Körper &#8211; der noch immer an Barbados hängt &#8211; hat nen neuen Grund gefunden die Gesamtsituation mit einem Protest klarzumachen und allergisch auf das Antibiotika reagiert. Irgendwie zickig find ich :/</p>
<p>Ich hab ja keine Vorurteile gegenüber roten Pusteln auf der Haut, aber wohl hab ich mich in ihr auch nicht gefühlt. Also mal relaxt beim Doc wegen neuen Tabletten angerufen:</p>
<blockquote><p>*riiiing*</p>
<p>Doc: Ja?</p>
<p>Me: Ja hier ich. Ich war vorhin bei Ihnen und sie hatten mir Antibiotika verschrieben. Irgendwie reagier ich allergisch drauf&#8230;</p>
<p>Doc: OH! Wie äußert sich das?</p>
<p>Me: Rötungen auf der Haut. Können Sie mir ein Rezept für neue Tabletten an die Apo&#8230;</p>
<p>Doc: OOH! Da brauchen sie SOFORT Kortison!</p>
<p>Me: Äh.. ja.. äh..</p>
<p>Doc: Wie geht&#8217;s dem Hals? Wird er dick?</p>
<p>Me: Öhm&#8230; ne.. öhm&#8230;</p>
<p>Doc: Ich könnte ihnen Kortisontabletten verschreiben.. Wo sind sie denn?</p>
<p>Me (verwirrt): Ja.. ähm.. in der Arbeit.. Giesing..</p>
<p>Doc: Haben Sie da ne Apotheke in der Nähe?</p>
<p>Me (verwirrter und nuschelnd): ähm.. ähm.. Candidplatz.. ähm..</p>
<p>Doc: Ich schick meine Arzthelferin vorbei.. Oder noch besser.. sie kommen vorbei und wir machen ne Infusion.. das hilft besser. Wie gings dem Hals? Will Ihnen ja keine Angst machen… und … und … und … zu Hause bleiben Sie jetzt auch.</p>
<p>Me: Ooooohh.. ääähhh.. *grübelüberwasnekackealles,dasist*.. gut ich komm vorbei</p>
<p>*klack*</p></blockquote>
<p>Dieses (gekürzte) Telefonat später hab ich dann auch schon wieder alles eingepackt und wieder zurück zum Arzt. Bus geht schneller, war die Idee. Doch als ich da dann 20min später saß, rief die Arzthelferin an &#8220;Kommen Sie noch?&#8221;.. &#8220;öhm.. ja.. 10min.. wissen sie, bus und so&#8221; .. &#8220;ääh.. ok&#8221;. Beim Arzt dann ran an den Tropf und feststellen ihr gesagt zu haben ich sei am Candidplatz.. was 2min von ihr ist, aber 20min von Giesing..</p>
<p>Jedenfalls gehts den Pusteln fast so gut wie mir (sie sind fast weg und ich lebe) und ich sitz wegen der Infusion mit nem Verband am Arm zu Hause und arbeit halt von hier, wenn das Schicksal (oder das fiese K) nicht will, dass ich das Haus verlasse <img src='http://dwisk.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>.peda</p>
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