Sep
09
2011
0

Tales of the Burning Man – The Aftermath

Die letzten Einträge sind alle auf der Heimfahrt im RV entstanden. Jetzt wird’s Zeit im Backpacker in San Francisco gemütlich bei ner Rum & Coke mal zu beschreiben wie das Leben die ersten Tage nach Burning Man so sind. Wie zuvor schon beschrieben ist das Event und die Erfahrungen schlecht in Worte zu fassen, gerade schriftlich. Aber fragt mich einfach, ich werde versuchen es bestmöglich zu beschreiben. Und mein Grinsen dabei sagt mehr als alle Worte.

Aber was war nun nach Burning Man? Nach den 9 Stunden Stau Plus 3 Stunden Fahrt durch die Dunkelheit zum ersten RV Stellplatz? Nun ja, jedem der schon etwas mehr von BM gehört hat, weiß das wir neben uns, auch ne Menge Playastaub mitgenommen hatten. Und zwar überall im RV und überall in allen Klamotten die wir je im Freien an hatten. Das müsste erstmal wieder gereinigt werden, also vor allem der RV. Die staubigen Klamotten sind höchstens mehr Gewicht, über den Rest freut sich die Waschmaschine.. Hehe.. Über mehrere Full-Hookup Plätze haben wir den RV vom Sand befreit, und ich muss sagen mit vollem Erfolg. Und zwar in der Hinsicht das wir unsere Kaution von $1000 wieder bekommen haben :D Das Ding war zwar Scheiß alt, aber dafür war einiges an Staub auch kein Thema für sie..

Werd ich das nächste mal wieder nen RV nehmen? Oder reicht nen Kombi/Truck Plus Zelt? Hmm… Meine Meinung ist, dass man als Local nicht wirklich nen RV braucht. Als Europäer tut es aber wirklich gut. Sei’s einfach nur der Stauraum, der Kühlschrank! oder die Klimaanlage.. Was hat das mit Local zu tun? Nja, einfach das man sonst viel mehr Gepäck hat, bzw kaufen muss: Zelt, Schlafsack (es ist kalt), Kühlboxen (es ist heiß, und Bier wird warm), Geschirr, Besteck usw. Teilweise gehts ohne, aber manches braucht man einfach. Nja, oder es ist angenehmer mit.. Insofern, bequem wie ich bin, würd ich einen RV bevorzugen.

Wir hatten unser Dreckteil also sauber und Geld zurück. Luke ist ins Flugzeug, Jakob in den Greyhound und Fazo und ich haben Frisco zu Fuß erobert. Vom grandiosen Backpacker »Green Tortoise«, über Downtown, Haight Street und Marina war alles dabei. Das coole war das der Spirit von Burning Man in viele Ecken noch mitflog und zu spüren war. So haben wir an der Haight Street ein paar Burner getroffen die ihren Burner School Bus für $2500 loswerden wollten. Da es ein paar Wochen zu spät war, und wir keine Garage hier haben, müssten wir ablehnen. Aber für nen Giftexchange war immer noch Zeit und Laune. Krixel-powered-Burner-Buttons kommen immer gut an. Und das nicht nur im alternativen Haight-Viertel, sondern auch beim grandiosen Italiener in der Marina. Nicht nur dass das Essen wahnsinnig lecker war und die unzähligen Bedienungen super freundlich waren, Nein, wir konnten auch hier den BM-Spirit teilen. Unser Ober wollte schon immer zu Burning Man, seine Freunde waren und wir sagten er muss. Und weil er Grad so wahnsinnig nett war, haben wir ihm einen BM-Button gegiftet. In Playa-Tradidation ohne etwas zu erwarteten, just happy to spread love. Allerdings haben wir als Dank eine Hammer-geile Nachspeise geschenkt bekommen. Frische Krapfen/Berliner mit sau geilen Saucen zum eintunken.

Und da war er wieder, der Playa Spirit. Just smile, enjoy and believe in a better world.

Abgesehen davon dass es im »Delarosa« einfach Sau leckeres Essen gibt und die Pizzen auf erhöhten Gestellen serviert werden, hatte Fazzo schnell eine Idee der ich nur zu gut zustimmen konnte. Denn durch das hohe Gestell wurde die Pizza auch recht schnell kühl. Mit zwei Pizzen übereinander egal, aber mit einer eher ungenügend. Also kam die Kerze drunter, die soll’s wärmen. Und eine derartig gute Idee sollte ihnen auch erzählt werden.. Allerdings kam es anders, und unsere – bzw. Fazos – Genialität wurde vorgeführt. Die auf den Punkt nützliche Kreativität, erschien nur mit einer kleinen Erkenntnis hinfällig. Der verwunderte Blick des Abräumers, die unbewusste Feststellung dass die Pizza immer noch kalt wurde und erste praktische Versuche mit der Flamme brachten uns zu der wissenschaftlichen Erkenntnis dass die Flamme keine Wärme erzeugte, dass es gar keine Flamme war und wir die letzten Minuten einfach nur stolze Idioten waren. Es war einfach ne LED-Kerze!!! *LOL* mehr sag ich nicht..

Trotzdem nen sehr schöner Tag in ner sehr schönen Stadt die sich so gar nicht nach typisch USA aussieht..

Written by atrox in: travelling | Tags:
Sep
09
2011
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Tales of the Burning Man – Exodus

Wahnsinn wie schnell diese sieben Tage vorüber geflogen sind. Voller unvergleichlicher Erfahrungen auf coolen Artcars, auf Hammer Parties, in der Weite der Deepplaya, mit außergewöhnlichen Menschen, unvergleichbarer Toleranz und Offenheit, unbeschreibliche Hilfsbereitschaft, einer wirklichen großartigen Community die als solche funktioniert, dem Coolen Man Burn, dem spirituellen Temple Burn und einem Gefühl von immer wiederkehrenden WOW und Danke daran teilhaben zu dürfen. Nach diesen sieben Tagen haben wir die City, die Playa und All das hinter uns gelassen um den Exodus mit tausenden anderen zu teilen die mit uns ihre Heimat der letzten 7 Tage verlassen.

Es geht nur eine einspurige Straße von Gerlach zur 100 Meilen entfernten Autobahn. Nach Gerlach auch, aber von Black Rock City zur Teerstraße sind es 8 Spuren die auf etwa 5-7 Meilen voll mit Autos, RVs, Lastwagen, Transportern, Artcars und Menschen. Unsere Exodus Zeit, also die vom Camp bis zur geteerten Straße, waren 9,5 Stunden. Von 12:30 bis 22:00. Dazwischen waren wir nur heilfroh in unserem RV Mittag und Abend zu kochen. Für ein paar Stunden die Playa zu genießen und der Sonne nachzuweinen als sie ein letztes Mal hinter den Bergen verschwand und dabei unsere Schatten immer weiter in die Tiefe der Playa verlängerte.

I’m gonna miss you Black Rock City. But I’ll be back!

Written by atrox in: travelling | Tags:
Sep
08
2011
0

Tales of the Burning Man – Unbeschreiblich

Info: Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass es sich nicht beschreiben lässt, hier ein Versuch der einen Hauch dessen vermittelt:

Die Unschuld war mit einem Gong Schlag wenige Minuten zuvor vorüber, verloren, vergangen und hinter uns gelassen, als wir uns langsam einen Weg durch die Dunkelheit suchten. Entlang der Uhrzeiten hin rückwärts Richtung Mitternacht. Noch ist es Einsamkeit die uns umgibt. Einsamkeit die auch hier am äußeren Ende nicht lange Bestand haben wird. So weit raus werden wir uns die nächsten Tage nicht oft wagen, oder es einfach nicht schaffen. At 2:30 sind wir eingebogen und haben uns langsam das Alphabet vorgearbeitet in Richtung A. Immer mehr gibt es zu sehen und doch ist es noch ein nur all zu kleiner Vorgeschmack auf das was uns erwarten wird.

Unser Ziel ist unsere neue Heimat in der ersten Reihe. Alte Adressen interessieren jetzt nicht mehr. Uhren verlieren ihre Bedeutung und die Frage nach der aktuellen Zeit gewinnt eine ganz andere. Etwa 2:15, vielleicht 2:16 sollte es werden, ganz vorne an der Esplanade. Als wir uns dieser näherten und einen ersten Blick Richtung Zentrum werfen konnten stockte der Atem und ein Kribbeln überflog den ganzen Körper. Die stockfinstere Nacht, oben nur vom Sternenhimmel beleuchtet, wurde unten von unzähligen Lichtern erleuchtet. So weit das Auge reichte funkelte es in allen Farben des Regenbogens. Es funkelte und bewegte sich. Überall stießen von Zeit zu Zeit Feuerfontänen empor, Laser teilten den Himmel meilenweit und vermochten sogar die Uhrzeit anzeigen.

In der Mitte, dem Zentrum von all diesem märchenhaften Objekten stand er, der Man. Leuchtend stand er da um uns bis zu seinem Fall den Weg zu leuchten. Durch ihn würden wir uns die nächste Zeit durch dichten Staub und tiefe Dunkelheit navigieren. Würden wir unser Ziel oder unser Zuhause finden. Nur eines, häufig von außen übersehene konnte, ihn noch übertreffen. Es war von unheimlicher Pracht und Schönheit die nur durch die eigene Bedeutung übertroffen wurde. Verliehen wurde sie von Tausenden Besuchern die ihre Gedanken, Ängste, Hoffnungen und Erinnerungen hinterließen. Der Tempel überragte alles was man am Horizont um sich herum erkennen konnte, und das zu Recht.

All das und noch vieles mehr, ist was wir unbewusst im ersten Moment spürten als unsere Blicke voller Staunen unsere Umgebung aufsaugten. Vieles mehr lag noch vor uns zu entdecken und zu erfahren. Es dauert nicht lang bis man einfach loslassen kann. Loslassen von all den Zwängen die man sich sonst Tag für Tag ergibt. Die Zwänge die uns zu etwas machen, dass wir eigentlich nie sein wollten: Marionetten unserer Ängste und der Erwartungen Anderer an uns. Aber hier sollte es plötzlich anders werden. Als hätte jemand uns endlich von den Marionettenschnüren befreit, fing man an die Freiheit zu spüren. Sich selbst zu sein ohne sich gerade darüber zu sorgen. Die Wärme in der ein jeder einzelne den anderen empfing ist unbeschreiblich und lässt einen schnell die Kälte der Nacht vergessen.

In der Tiefe der Playa, unter der gleisenden wärmenden der Sonne würde man Zeit finden, sich zu finden und es zu genießen. Außerhalb dieses Ortes sonst wildfremde Menschen würden dich einfach so herzlich umarmen als hättest du einen alten Freund nach Jahren wieder gefunden. Glück ist das Gefühl dass dem anfänglichen Staunen folgt. Glück und tiefe innere Zufriedenheit begleitet einen die Tage durch die Wüste. Sei es zu meilenweit abgelegenen Kunstwerken, die dich in ihrer einsamen Schönheit in den Bann ziehen, die Kreativität der Menschen in der sie einzigartige Artcars bauten oder wenn du dich in einer Menschenmaße verlierst die zu donnernden Bässen feiert.

Die Parties sind spektakulär, aber der wahre Schatz liegt in den kleinen Dingen die man jede Sekunde zu entdecken vermag. Sie sind zu finden in den Menschen denen man begegnet und von ihren Lebensgeschichten die sie nur all zu gern mit dir Teilen. Sie sind zu finden in der offenen Neugier mit der sie dir lauschen wenn du deine eigenen Erfahrungen mit ihnen teilst. Die kleinen Camps mit Kaberetvorträgen, spontanen Gesangseinlagen, Treffen von Gleichgesinnten jeglichen Themas sind die Juwelen die zu finden sind. So viele an der Zahl, dass es unmöglich ist alles zu entdecken und zu jedem beliebigen Moment würde man etwas verpassen. Aber etwas zu verpassen ist nicht mehr in unserer Gedankenwelt, zu viel erleben wir bereits und das Gefühl der Zufriedenheit und inneren Ausgeglichenheit wird die ganze Zeit in der Wüste Bestand haben.

Überall werden kleine und große Geschenke geteilt. Keine Werbung. Nicht um etwas zu bekommen. Einfach um jemanden eine Freude zu machen. Und nichts verliert so schnell an Bedeutung wie dass sonst alles beherrschende Geld. Es nicht mehr von Nöten. Egal wo man sich auch befindet, und sei es einen Stunde Fußmarsch von zu Hause, es ist immer ein Drink eine Frage, oder eine Kleinigkeit zum Essen ein Angebot weit entfernt. Es ist das Gefühl von Zusammenhalt, von Zusammengehörigkeit, einer Gemeinschaft die auf einander aufpasst. Ein Spirit der sich über die Playa legt und für das ständige Wohlgefühl sorgt. 59.999 andere spüren zur gleichen Zeit das selbe wie man selbst und nichts davon ist in Frage zu stellen.

Die Tage gehen ineinander über und einzig der Wasserstand des Tanks zeigt uns dass die Zeit langsam verstreicht. Es ist bei weitem weniger anstrengend als gedacht und wir fühlen uns in jedem Moment besser als sonst wo auf dieser Welt. Vor allem als nach ein paar Tagen auf normalen Festivals. Wir würden länger bleiben, da sind sich alle einig. Doch die Tage der großen Feuer rücken im näher und kündigen das traurige Ende an. Seien es die zwölf inneren Kunstwerke, das trojanische Pferd oder das vermeintliche Highlight: The Man Burn. Sie werden gefeiert und mit frenetischen Jubel wird der Fall jeder einzelner gewürdigt. Eine beigeisterte Menge umgeben von fabelartigen Artcars umgibt jedes einzelne Feuer. Fahrende Sofas, feuerspuckende Köpfe, unzählige Schiffe bis hin zur Größe von Dreimastern, Fische und unzählige andere Gefährte von fantastischer Kreativität hatten die Ebene mit Leben gefüllt und werden es bis zum letzten Moment tun. Sie werden etwas zielloser durch die Playa fahren, sobald the Man gefallen ist. Orientierungslos beschallen sie weiter die vorbeiziehenden Menschen mit Musik oder nehmen sie mit auf eine Reise durch den Sand.

Es war laut und voller ausgelassenem Jubel als er, der Namensgeber, er, the Man, gefallen ist. Doch das eigentliche Highlight sollte erst noch folgen. Nicht um sonst wird jeder bedauert der früher fahren muss und jeder verpönt der absichtlich vorher verschwindet. Über die letzten Tage haben sich unzählige Nachrichten, Fotos und Objekte am Tempel zusammengefunden. Schmerzhafte Erinnerungen, vermisst und geliebte Menschen, Hoffnungen an die Zukunft und vieles mehr wurden am Tempel zusammen getragen. Auch er wird angezündet werden und All das mit sich nehmen. Es kommt die Zeit loszulassen und sich von alter Last zu befreien. Ein Moment absoluter Stille wird die Playa erfüllen wenn die Tempelwächter ihn bedachtvoll und ohne Knall anzünden. Auch die letzten Laserpointerkids werden dem Aufruf der sonst stillen Menge folgen. Wenn sie, die zu Tausenden gekommen sind um inne zu halten im Einklang fordern »Lasers off, Lasers off«. Und dann bleibt nur noch das Knistern des brennenden Holzes wie es langsam all die kleinen Hinterlassenschaften in einer rießigen Rauchwolke gen Himmel steigen lässt. Befreiung von all der Last durchläuft die Reihen der zusehenden. Die enorme Hitze trocknet jegliche Tränen die sich zuvor ihren Weg nach außen bahnten. Kurze Jubelschreie der Befreiung durchbrechen nur kurz die Stille bis auch die letzte Wand gefallen ist. Und dann spürt man die Erleichterung aller und teilt sie mit inniger Umarmung.

Danach bahnt sich die Stille über die Playa.. Es werden weniger Parties und am nächsten Tag werden wir abbauen, zusammenpacken und abreisen. Aber vergessen was wir erlebt hatten werden wir nie. Auch wenn wir immer noch wir sind, sind wir auch anders als zuvor. Wir hoffen das nächste mal wieder dabei zu sein, dass steht fest. Wer möchte nicht an einen Ort voller so viel Liebe und Frieden…

Damit ist allerdings nur ein zarter Hauch von dem beschrieben was Burning Man zu etwas derartig besonderem macht, dass es keiner vermochte mit bisher erlebten zu vergleichen. Meine Fähigkeiten es zu beschreiben reichen für mehr nicht aus. Außer vielleicht das Lächeln das sich über mein Gesicht legt wenn ich daran denke…

.Pete

Written by atrox in: travelling | Tags:
Sep
08
2011
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Tales of the Burning Man – Life changes on the playa

Unser erstes Erlebnis was Burning Man ausmacht haben wir schon am letzten Abend zuvor erfahren dürfen. Wir sind (mit kaputter Wasserpumpe) auf einen Campground am Nordende des Lake Tahoe gefahren, der uns mit einem freundlichen »Burners welcome« begrüßt hatte. Die Besitzer fahren selbst in die Wüste und wie der Zufall es wollte haben wir einen Stellplatz direkt neben anderen Burnern gefunden. Das wurde ein richtig netter Abend und wir konnten neben einer Menge guten Tipps auch unsere ersten Playagifts austauschen. (Susanne, die Buttons kamen immer Super an!)

Wohl genährt (manche mit 1,4kg Fleisch) sind wir ins Bett um am nächsten Morgen über Reno, einer Werkstatt mit coolen Besitzern, einem Fahrrad und beinahe Batterien zu Burning Man zu fahren. Dazu muss man sich nach der Autobahn erstmal 100 Kilometer durch die Wüste schlängeln. Vor einem Burner, hinter einem Burner. Und in einer unaufhaltsamen Karavane sind wir über Nixon nach Empire und letztendlich Gerlach gefahren. Ein letzter Stopp bevor es in die Schlange geht, noch einmal 1 Stunden warten um Tanken zu können, in mitten von mehr RVs vor der Tankstelle als der Ort Einwohner hat. Aber auch das geht schnell vorbei und wir schlängeln uns weiter entlang des ausgetrockneten Sees. Wir beginnen langsam die Weite dieser Einöde zu begreifen. Ranger überholen im Salz während wir uns noch ein letztes Mal auf Teer bewegen. Und dann kommt das Schild mit dem Pfeil rechts in die Wüste: »Burning Man«

Durch die unzähligen Ankömmlinge wird der Playadust schon in den ersten Metern so aufgewirbelt dass die Sichtweite enorm abnimmt. Blind tasten wir uns langsam ans Ende der Schlange wo wir erstmal zur Ruhe kommen.

Tür auf.. Und ein erster Schritt mit Flipflops in die Wüste. Die Hitze spüren. Den Wind geniesen wie er für leichte Abkühlung sorgt und einfach mal ein paar Meter in Richtung unendliche Ebene laufen. Das Ende der Schlange ist nicht zu erkennen, und auch sieht man noch keinen Man. Wir sind noch mehrere Meilen von den Gates entfernt. 5 Stunden wird es dauern bis wir da sind und unsere Unschuld verlieren. 5 Stunden voller Vorfreude und Begeisterung. Die Länge der 8spurigen Schlange lässt das erste mal erahnen wie gigantisch die Ausmaße sein werden. Und nach dem Abholen der Tickets sind wir auch schon bei unserem Gatekeeper. Jeder Virgin muss sich einmal im Playadreck wälzen bevor der Gong geschlagen werden darf.

»I’m not a virgin anymore!!!«

Alles andere was uns die nächsten Stunden und Tage erwartet hatte lässt sich nicht beschreiben. Es würde dem ganzen nicht gerecht werden. Man kann es weder in Worte fassen, noch in Fotos festhalten. So begeisterungswürdig Videos auch sind, sie schaffen es nicht im Ansatz zu beschreiben was Burning Man wirklich ist. Jeder Vergleich mit gewöhnlichen Festivals ist lachhaft. Also werde ich es erst gar nicht versuchen zu beschreiben. Ich bediene mich einem Zitat:

»Jemanden Burning Man zu beschreiben ist wie einem von Geburt an Blinden die Schönheit des Lichts zu beschreiben.«

Sorry, aber es ist so. Burning Man hat einen Spirit den man an jeder Ecke und in jeder Sekunde in jeder Zelle des Körpers spürt. Und die letzten Minuten als ich das hier geschrieben habe, hatte ich Gänsehaut. Geht hin, schaut es an, hört es, fühlt es, spürt es, tut es. Ihr werdet danach nicht die selben sein wie zuvor. Versprochen!

.Pete

PS: Ich werde wieder hingehen… Sicher!

Written by atrox in: travelling | Tags:
Sep
07
2011
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Tales of the Burning Man – Wasser für den Man

Also Cola auf dem Boden des RVs, welcher selbst auf dem beinahe idyllisch gelegenem Parkplatz vom Safeways steht, führt zu einer unausweichlichen Reflexhandlung die sich durch einen tiefsitzenden Drang ausdrückt über den Wasserhahn des selbigen RVs, Wasser aus dem Wassertank zu Pumpen um das Cola vom Boden zu holen bevor das nur noch dazu beiträgt den vorbeifliegenden Dreck besser mit dem Untergrund zu verbinden – eben bis das Wasser sie scheidet. Unmittelbare Bedingung um dieses Bedürfnis zu stillen ist die technologische Unterstützung des RVs auch selbst zur eigenen Selbstwäsche beizutragen. Eine Kooperation von Mensch und Maschine die dem Wohl Aller zu Gute kommt. Eine Kooperation zwischen mir und dem RV. Eine Kooperation die dadurch in Gang gesetzt wird das ich mit aller gebotenen Vorsicht aber auch Durchsetzungskraft den Hebel des Wasserhahns von geschlossener hin zu einer – fast meditativen – offenen Haltung zu bewegen. Laut stillschweigender Vereinbarung zwischen einerseits Wasserhähnen im allgemeinen und Menschen mit Drang nach Wasser im speziellen, wird dadurch der eben beschriebene Weg des Wassers vom Reservoir bis hin zum äußersten Ende des Wasserhahns in Gang gesetzt, wo selbiges dann über eine kurze Zeit von vollkommener Freiheit und Schwerkraft den maschinell kontrollierten Part verlässt und sich dann dem mehr oder weniger kreativen Willen des menschlichen Parts überlässt.

Soweit sollte dem auch nichts im Wege stehen, wenn nicht ein Teil einen gewissen rebellischen Charakter entwickelt hätte. Damit das alles funktioniert muss bildlich gesprochen ja ein Zahnrad in das andere greifen. Sobald eines, auch noch so kleines seinen Willen zur Kooperation verweigert, ist der ganze Prozess dem unweigerlichen Ende nahe und kommt letztendlich schneller als von allen beteiligten und unbeteiligten erhofft zum Stillstand. Resultat ist in unserem Fall dann schlichtwegs dass die Cola die Verbindung mit dem Boden eher vertieft als sich davon zu befreien. Und alles nur weil in unserem RV genau 24 Stunden vor geplanten Wüsteneintritt die Wasserpumpe versagt. Gallonen von Wasser hätten wir dann dabei, aber wir müssten dennoch langsam und qualvoll dehydrieren während wir versuchen uns mit Bier zu retten.

Written by atrox in: travelling | Tags:
Sep
06
2011
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Tales of the Burning Man – Getting Closer

Die erste Nacht im RV hatten wir bestens überstanden. Nun gehts ab Richtung Burning Man! Ab durch die City um die wichtigsten Vorräte zu holen, das Bier. Augustiner Edelstoff, of course! Selten hab ich einen Verkäufer so glücklich gesehen, aber bei 210 Flaschen richtigen Biers für unwirkliche Summen, darf er das auch. Zum Glück ist der Kofferraum des RVs dann auch noch groß genug :)

Letzter Sightseeing Stop – Golden Gate Bridge. (Über die man auch komplett drüber laufen kann – gell fazzo?) Jedenfalls erstaunlich wieviel Stahl man im Nebel verstecken kann. Dementsprechend ist die ganze Fotogeschichte auch am besten über Flickr zu lösen. Was auch allgemein die beste Lösung für Fotos von unterwegs.. Man muss keine Kamera schleppen, es kann einem keine Kamera geklaut werden und auf den Fotos kann man sich Jahreszeit und Wetter ganz einfach aussuchen. Falls man wirklich mit drauf muss, muss dann wohl Photoshop zaubern.. Aber is alles machbar..

Wir sind jedenfalls – inzwischen zu viert – mit unseren Nebelfotos im Gepäck über die Brücke und Richtung Sacramento gefahren. Ein Zwischenstopp für die ersten Einkäufe und diesmal mit Erfolg nicht CostCo, aber nur fast Safeways. Der wär nebendran und wir durch die falsche Tür in nen Target. Aber egal, weiter ging’s über McD-Inet Richtung Osten. Einen RV Rastplatz zu finden war ein ähnlicher Spaß wie Tags zuvor, aber wurde dann mit einem Full-Hook-Up belohnt. Also Strom-Wasser-Scheiße, denn das eine will rein und das andere raus. Apropos rein, rein sind auch mehrere Steaks mit denen wir unseren Eimer-Grill eingeweiht haben. Dazu ein kühles Augustiner und die Welt ist in Ordnung.

Inzwischen war nun Samstag vorbei und nur noch ein Tag trennt uns von einem Erlebnis dass das schon Leben verändert hatte. Und um diese Woche voller Sand zu überstehen haben wir unsern schönes Plätzchen für die letzte Nacht ausgesucht.. Lake Tahoe. Very nice, südlich über nen Pass mit grandiosen Blick über den See runter nach South Lake Tahoe – Food Shopping! (Mc Donalds Internet Stops müssen ja nicht weiter erwähnt werden, oder?)

Spätestens nach uns gabs kein Arrowhead Wasser in vernünftigen Mengen. Pasta, Fleisch, Getränke und Co.. 2 Einkaufswägen voll bis oben hin. Und diesmal wars wirklich ein Safeways! (die spontan angemeldete Bonuskarten hat uns $130 gespart!) Für die Plünderung waren wir aber nicht alleine verantwortlich. Es gab mehrere andere Burnereinkaufswägen. Und die sind relativ leicht auszumachen. Mehrere Gallonen Wasser und ansonsten bis unters Supermarktdach gestapelt.

Ab damit in den Kofferraum! Und Cola die man ausschüttet sollte eigentlich aufgewischt werden, aber das ist ne andere Story.

Written by atrox in: travelling | Tags:

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