Aug
28
2011
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Tales of the Burning Man – Shopping

Nachdem wir die erste Nacht in nem Hotel mit eigenem Kamin im Zimmer verbracht hatten, hieß es nun den RV auf der anderen Seite der Bay abholen und einkaufen. Die Fahrt an der vernebelten Küste vom Abend davor war da schon längst vergessen. Gar nicht so leicht nen Hotel zu finden in der Einöde zwischen den Surferstränden. Aber für nen Sonnenuntergang im Nebel hat es gereicht und ich war eh mit Jetlag bekämpfen beschäftigt.

Es war richtig richtig kalt in der Früh auf dem Weg zum Breakfast-Room. Von den maximal 67 Leuten die da hätten reinpassen sollen, war die Hälfte auch irgendwie schon wieder der deutschen Sprache mächtig. Genau darum fahr ich ja auch in Urlaub – um mich wie zu Hause zu fühlen? Quatsch! Aber passiert andauernd.. Die Briten hatten die Welt mit Soldaten erobert und kolonisiert. Wir machen das mit Touristen und markieren die eroberten Gebiete einfach mit Handtüchern :) So gehts doch auch und es gibt weniger Tote.

Wenn man ein bisschen durch die Welt reist trifft man jedenfalls überall 2 Arten von Deutschen. Die einen mit den Handtüchern, die unbewusst darauf bedacht sind eine möglichst hohe Score im Vorurteils-Bingo zu erreichen. Meistens in Hotelanlagen versteckt aus denen sie sich nur in größeren Gruppen und im Schutz von klimatisierten Reisebussen heraustrauen. Die zweite Art von deutschen Touristen versuchen verzweifelt nicht als solche aufzufallen und meiden Absammlungen von ersteren mit solcher Nachdrücklichkeit dass sie es geschafft haben ein eigenes Bingo-Chart zu füllen. Keine der beiden Gruppen ist daher irgendwie besser als die andere, aber wenn man sich beider bewusst ist macht es furchtbar viel Spaß beiden zuzuschauen. Oder Gruppe 1 einfach mal verraten dass der eine da an der Bar gar kein Engländer ist, sondern sich nur weigert Deutsch zu sprechen…

Egal! Wir wollen zum Burning Man. Wir brauchen einen RV und müssen einkaufen. Dazu lassen wir die kalte verregnete Küste hinter uns und ab zu El Monte RV wo wir schon vor Monaten einen RV reserviert haben, mit dem wir auch in die Wüste dürfen. Dementsprechend ist auch nicht die neuesten Generation die einem gegeben wird. Da wir beim Ausfahren vom Gelände unseres RV-Vermieters nichts gerammt, geschrammt oder sonst wie zerstört haben, gibts dazu leider auch nix weiter groß zu erzählen. Das eigentliche Abenteuer sind die Tücken des großartigen Navis. Gut, es ist aus Deutschland mitgebracht, hat aber die richtigen Karten und schon ne Woche um den Jetlag loszuwerden. Ausreden gibts keine, daher kann es nur an einem liegen. Das Navi hat einfach ne Menge Spaß daran uns im Kreis und sonst wo hinzuschicken. Eine Leidenschaft über Highway-Brücken zu fahren kann auch unterstellt werden, so oft wie wir umdrehen mussten.

Allerdings haben wir so auch unsere zweite Shopping Station gefunden… Den Baumarkt. Und mit Baumarkt ist auch bauen gemeint. Kein Heimwerker-ich-hübsch-mein-Haus-auf-und-will-beim-einkaufen-mit-aufzug-musik-vollgedudelt-werden-Markt sondern einfach ein BAU-Markt. Also gabs auch keine Chance Material für unseren Bastel-BurningMan zu finden… Zumindest nicht wenn er unter 2 Meter groß werden sollte. Stattdessen haben wir so viel Geld ausgegeben, die 2-3 Jahrzehnte alten Polster unseren RVs zu schützen, dass die Reinigung am Ende fast doch billiger gewesen wäre.

Der erste Shopping Stop war dagegen jedenfalls eher langweilig und die zwei Highlights wären einerseits wie ich tatsächlich mal ein Foursquare-Special genutzt hab um die vergessene Jeans für 15% weniger nachzukaufen. Andererseits sind wir in einen Sears reingelaufen um eine SD-Karte zu kaufen und sind mit Fahrbarer Kühlbox + diverses Kleinzeug rausgekommen.

Das eigentliche Highlight des Tages sollte aber noch etwas später kommen. Seit dem 67 Personen Raum voller Deutscher (und Ashley?) hatten wir nichts gegessen. Inzwischen schon 18h haben wir uns getrieben von Hunger auf dem Weg gemacht selbigen zu bekämpfen. Gelandet sind wir einem rieesigen Markt der einfach alles hatte. Vom Fernseher über Paulaner Festbier und europäischer Wurstwaren zu Paletten RedBull, riesigen Melonen und frischen Hendl. Letztere haben wir zu unserem Abendessen erkoren und sie mit größtmöglichen Jagdstolz in unseren Einkaufswagen gefrachtet. Insgesamt haben wir vor diesem Jagderfolg bestimmt 2 Stunden drin verbracht! 2 Stunden voller Freude über das was wir alles gefunden hatten! 2 Stunden voller Erstaunen wie groß man Packungen eigentlich machen kann. 2 Stunden inkl. Diskussionen ob es auch “normale” Supermärkte gibt. 2 Stunden unseres Lebens die durch nur eine Frage vom vollen Erfolg zur vergessenswürdigen Zeitverschwendung wurde. Es war der Cashier der sie stellte und uns wurde seeehr sehr schnell klar worin der Fehler lag. Warum alles in soo großen Packungen verpackt ist. Warum es wirklich alles erdenkliche gab und wir in den 2 Stunden mehr zu Fuß gelaufen sind als uns unser sadistisches Navi uns hätte falsch fahren lassen können.

Der nette Mensch hinter der Kasse fragte uns einfach nach unserer Kundenkarte. Ohne Kundenkarte kann man nicht einkaufen. Viel erklären musste er uns dann nichts mehr. Ein Wort, das schon vorher in unseren Köpfen diverse Runden drehte, drang in Millisekunden vom Unterbewusst sein direkt nach draußen: METRO! Na klar! Ist doch logisch! Wie doof sind wir eigentlich?? Vor lauter Hunger haben wir keine Zeit damit verschwendet den Schildern am Eingang so viel Aufmerksamkeit zu schenken, um zu erkennen das nicht hier Einkaufen kann. Egal, damit abgefunden sind wir von dannen gegangen. Ohne Brathendl, ohne die Riesenmelone und all das andere Zeug. Ein bisschen Mitleid mit dem der das alles wieder verteilen muss, schwang noch mit als wir vorm Ausgang abgefangen worden sind. Es war die Dame aus unserer Schlange hinter uns. Sie hatte Mitleid mit uns und wir dürfen mit ihrer Kundenkarte einkaufen. Cool! Plötzlich sind die Hendl wieder Meilen näher auf unseren Tellern, die ungeduldig im RV auf uns und unsere Jagdbeute warten.

Der Cashier musste, angesichts eines vollen Wagens den er sonst wieder verteilen musste, auch nicht wirklich überredet werden dass das so in Ordnung gehen würde. Voller Jagdeifer haben wir alles vom Band in den Wagen geräumt und zugesehen wie der digitale Summenanzeiger sich langsam nach oben schraubte. Als alles eingescannt war blieb nur noch ein Schritt, der uns vom verdrücken der zwei prächtigen Brathendl trennte. Auch wenn die Flügel nicht so groß waren, wie die von meinen Monster-Mutanten-Chicken-Wings am Vorabend, lagen sie gedanklich schon in unseren Mägen. Hunger lässt ungeduldig werden und der Unterschied zwischen einer »credit card« und einer »debit card« verbläst. Das wir keine American Express haben, haben wir gewusst. Aber das unsere Karten alle kein Debit konnten, geschweige wir auch wirklich die richtigen Pinnummern eingegeben hatten, haben wir erst nach mehreren verzweifelten Minuten eingesehen. Minuten in denen der Cashier vielleicht mehr Mitleid bekommen hatte und die Frau hinter uns langsam von den unaufhörlichen »thank you so much« peinlich berührt wurde. Letzten allen Endes sind wir tatsächlich, nach 2 Stunden ohne irgendetwas wieder raus. Raus aus dem Costco und jeder der nen bisschen was über Einkaufsläden in USA weiß, weiß was wir auch nie wieder vergessen werden: Cosco ist wie die Metro, nur ohne Eingangskontrolle..

Inzwischen acht Uhr und voller Durst und Hunger sind wir erst in einen Liquorshop (Patron Café, YAY!) und dann in McDonalds. Essen und WLAN tanken. Burger und ein App für RV Parkplätze. Genug von allem um uns gestärkt auf die Suche eines Nachtplatzes zu machen. Und da sind wir auch schon wieder beim Vertrauen in die digitale mobile Revolution. Beim Vertrauen dass uns ein kostenloses App zu einem leeren RV Stellplatz führen wird. Der erste Vorschlag führte uns in ein Wohngebiet. Und auch wenn die schön gepflegten Vorgärten der Häuser durchaus nett und einladend aussahen, war klar dass das App vielleicht auch mal alte Daten drin hat. Dem Navi haben wir schon länger nicht mehr vertraut und das hat sich auf dem Weg zum nächsten RV-Platz auch bestätigt. Der Platz war vor uns in Sichtweite und das Navi hat uns ums Eck geschickt. Letztendlich existierte der Platt wenigstens und das App war vorerst die Null Euro Wert, dass es gekostet hatte. Trotzdem war der Platz allerdings schlichtweg voll und wir sind kurz darauf auf einem Supermarkt gelandet. Diesmal richtige Größe und Marke: Safeway. Pro Klogang noch was eingekauft und dann ins Bett für die erste Nacht im RV…

Written by atrox in: travelling | Tags:
Aug
26
2011
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Tales of the Burning Man – Anreise

Es geht also zum Burning Man. Mitten in den Black Rock Desert. Eine Wüste ohne jegliches Wasser. Auf uns selbst gestellt, denn Selbstversorgung steht ganz oben. Ein Erlebnis, das verspricht Leben zu verändern – sagt man sich zumindest. Letztendlich werden wir noch sehen was passiert, denn vor dem Abenteuer steht noch die Anreise zu selbigen…

Der Wetterbericht in München, Donnerstag, 25. August 2011 sagte »Bis zu 33 Grad, sonnig, keine Wolken«. Jenna, die Wetterfee im Radio, sagte das selbige die letzten Tage.. Und auch am Freitag, allerdings wieder Hitzegewitter möglich. Jenny hatte wahrscheinlich Recht, aber als ich ihr an diesem Tag morgens um Acht im Halbschlaf lauschte, war mir auch klar, dass das alles nichts ist. Nichts im Vergleich zu dem was uns in der Wüste erwarten wird. Trockenheit, Hitze und Kälte werden mit den restlichen Erfahrungen unser Verständnis von dem was, wer und wieso wir sind neu ordnen. Extreme Bedingungen sind geradezu dafür geschaffen.

Also erstmal aufstehen. Noch einmal eine Länge ausgiebige Dusche ohne Reue genießen. Wie das Wasser auf den Kopf prasselt, dabei den Rücken sanft masiert und langsam dem Abfluss entgegen rinnt. Das galt es auszunutzen, denn schon bald sollte der erste Teil beginnen… die Anfahrt… Naja, mehr fliegen als fahren.. Aber dennoch ist es.. Die Anfahrt.

Die wundersame Welt der wunderbaren Technik, erlaubt es uns in unseren hochtechnisierten Welt ja inzwischen einfach schon gemütlich von zu Hause für den Flug am nächsten Morgen einzuchecken. Sich gemütlich einen Fensterplatz sichern um am nächsten Tag ohne Stress in der Schlange für den »Baggage Claim« zu stehen. Als Kind dieses Zeitalters bin ich da gerne vorne mit dabei und fummle mit dem British Airways iPhone App rum zum einchecken und Ticket aufs Handy laden. Mit Erfolg? Nein. Aus nicht erklärlichen Gründen will es. nicht klappen. Die werden sich zwar später am nächsten Morgen vor dem Flug zu größter Zufriedenheit klären, aber in jenem Moment führt es eher zu einem Verlust des Vertrauens an das eben beschriebene hochtechnisierte Zeitalter der mobilen Internetrevolution. Die Angst vor dem Mittelgang. Die Angst zwischen zwei äußerst netten, aber auch leicht mehr horizontalen Platz benötigten, Mitreisenden zu sitzen die am Ende wegen ihrer Flugangst unter durchgängigen Transpirationsanfällen leiden und den mehrstündigen Flug von London nach San Francisco so zu einem ungewollt Lebensveränderten Abenteuer machen, bringt mir schon vor der Wüste die nich kalten Schweißtropfen auf die Stirn. Als sogenannter Digital Native, bzw. als einer der glaubt einer zu sein ohne das man das wirklich an irgendwas definitiv fest machen könnte, ist man da schon etwas hilflos für den ersten Moment.

Kaputt! Scheiße! Mist! Wieso und weshalb überhaupt?

Nach ein paar Versuchen und etwas Fluchen ging zumindest der Check-In für den ersten Flug. Fensterreihe. Nice. Auch wenn ich den Flughafen München und sämtliche Flugrouten zwischen dort und London inzwischen meine auswendig zu kennen. Die erste Aufgabe ist gelöst, ich irgendwann im Bett nachdem das iZeug updaten doch wieder zu lange gebraucht hat.

Am nächsten Morgen, nach Jenna’s Wetterbericht und der letzten Dusche auf diesem Kontinent und ohne Staub zwischen den Zähnen blieb nur noch übrig die letzten Dinge zu packen und gemütlich Richtung Flughafen zu steuern. Pflanzen sind gegossen (OK, es gibt nur eine.. Lebende) Strom ist aus und sonst passt auch alles soweit und ich kann den Koffer mal von seiner friedlich ruhenden und leicht aussehenden Position in die Vertikale bringen.

Ohoh! Zu schwer!? Naja, probieren wir einfach mal. Wenn ich ihn die Treppe runter und bis zur U-Bahn schaffe muss es passen. Besser das, als jetzt zu entscheiden was nicht mit in die Wüste darf. Unmenschlich wäre es sowas um die Uhrzeit (9Uhr *räusper*) zu verlangen. Und über den MVV und die zugehörigen agilen S-Bahn-Fahrpläne wollen wir nicht reden. Ich hab noch nett jemanden unterwegs getroffen und war dann gemütlich unterwegs in Richtung Flughafen.

Gemütlich und entspannt genug mich über etwas zu freuen. Denn zwischen der Dusche und dem Kofferschleppen hatte sich noch aufgeklärt wieso der Flug von London nach San Francisco sich weigerte mich einzuchecken. Die netten (also wirklich die nettesten) Leutchen von British Airways hatten sich kurzer Hand entschlossen mich für meinen Langstreckenflug in Richtung Wüste upzugraden! Danke! Mehr muss ich da nicht sagen. (außer zu erwähnen dass ich beim Schreiben Grad gemütlich in meinem riesigen Liege Flugzeugstuhl sitze.

Mit dem guten Gefühl dass die digitale Revolution des Alltags doch nicht ganz verloren ist hab ich mich und meinen Koffer weiter Richtung Check-In gehievt. (Die Hübsche aus der S-Bahn am Sitz gegenüber war leider zu langsam und hatte vermutlich eh ein anderes Ziel). »Baggage Drop Off« ist was schönes, auch wenn man den zukünftigen Fluggästen vor einem erst mal erklären muss dass der Zusatz »Internet Check-In« bedeutet das sie so eingecheckt sein sollten. Übrigens auch ein Weg die eh schon kurze Schlange vor einem in Luft aufzulösen.

Und Luft ist dringend nötig wenn man versucht sein eigenes Gepäckstück auf das Band mit der alles entscheidenden Wage zu wuchten. Zeit für Schweißperlen bleibt nicht, schließlich gibt es im wirklichen Leben keine 5 Minuten Slowmotionsequenzen um mehr aus dem Ticket rauszuholen. Stattdessen dauert es nur Sekundenbruchteile bis die Waage über gut und böse entscheidet. Über nachzahlen oder auspacken. Über Frust oder Erleichterung.. Über, naja ich glaub es hat jeder kapiert wovon ich spreche.

Das Schicksal… Mein Schicksal, das die rotglühende (digitale) Anzeige der Waage mir entgegenwurf war jedenfalls nicht mit meinem Facebook-Account gekoppelt. Zum Glück hat die digitalsoziale Umschichtung unseres Alltags noch Grenzen gehabt und meine im Cyberspace zuhörenden Freunde wurden nicht mit einer weiteren sinnlosen Zahl vollgespammt.

20,3 kg..

Klingt nach 0,3 kg zu viel. Ist aber unter 23kg und damit die letzte Hürde genommen. Jaja, ich weis. ich hab wieder aus einer Nichtigkeit mehrere Absätze gemacht.. aber zu meiner Verteidigung bleiben mir noch 6 Stunden 47 Minuten bis nach San Francisco.. Klar wären das auch drei Filme. Aber Rango hab ich eben schon angesehen und zwischendurch muss Zeit für was anderes sein, oder nich?

In London. Am Terminal 5. Da bleiben mir 40 Minuten um beim ersten Flugzeug rauszukommen. Um mich kontrollieren zu lassen ob ich unterwegs meinen Reisepass per Fallschirm(chen) an Höllander verkauft habe. Um mein Gepäck nochmal nach Massenvernichtungswaffen durchleuchten zulassen, und mich per Untergrundbahn zu einem noch nicht bekannten Außenposten bringen zu lassen. Beim letzten mal hat das Prozedere zu der zweifelhaften Ehre geführt dass ich und die restlichen 1000 Passagiere am T5 meinen scheinbar für klangvoll gehaltenen Namen über unzählige kleine Lautsprecher Tönen zu lassen. Ich fände zweifelhaft der Ehre überhaupt Wert zu sein, aber gelaufen bin trotzdem um dem »Last Call« durchs Terminalgebäude zu Folgen.

Auch damals hatte ich die 40 Minuten Zeit und deswegen verfolg ich auch eher besorgt die Flugbahn meines Airbus als er vor London plötzlich umdrehte. Sollte die Mutter im Flug nach New York die neben Michael Mittermeier saß etwa doch Recht behalten? Ist die Diskussion zwischen Mutter und der 18,02 jährigen Tochter über Autokaufen und wer es zahlt etwa Schuld? Ist mir entgangen wie sie sagte »das Auto musst du schon selber zahlen, oder der Pilot dreht um«? Ich wusste es nicht, und die vorgehende Uhr auf meinem iZeug hat die Angst nur verstärkt mein Upgrade zu verpassen. Meinen Luxussitz in die Wüste.

Mal kurz Aufstehen und die Sitzreihen vor mir und hinter mir abschätzen… Mitte – Mist! Ade du schöne Beinfreiheit. Ade du Liegesitz. Ade, ach keine Ahnung was es da alles gibt? Ich brauch ne Taktik um die Schnarchnasen vor mir zu überholen, die Securities zu umrunden und den dazu gewonnen Luxus zu erreichen. Inzwischen bin ich dieses Jahr schon mehr als 1x mit der Airline um die Welt, da ist es doch nicht gewonnen, sondern verdient! (soviel zur Selbstmotivation und vorzeitigen Abbau von schlechten Gewissen andere gleich auf der Strecke zu lassen.) Einzig die Hübsche aus der S-Bahn hätte mich von meinem Ziel abgebracht, aber die wär längst woanders. Eh fraglich wie sonst die Surfpause vor dem Flug…

Ach egal. Ich sitz aufsprungbereit im engen Standardsitz und warte ungeduldig bis die Herrschaften ein paar Reihen vor mir ihr Gepäck im Gang packen. Über die Sitze zu steigen, sie anzubrüllen und weiterzulaufen scheint mir sich etwas übertrieben. Es reicht das immer noch über Autokosten diskutierende Mutter/Tochter-Gespann vor mir her zutreiben. Im ersten Gang waren sie überholt. Nach der ersten Kurve noch drei. Ich wähne mich meinem Ziel von Luxus deutlich näher – in wieder realistischer Nähe (nachdem auch ich gemerkt hab das wir pünktlich sind und mein iZeug falsch geht).

Aber dann ist passierte etwas unvorhersehbares das jegliche Schlachtpläne über den Haufen wurf. Wie Ei goldener Schweif am Horizont stand sie da und brachte mir die Erlösung… Nein, nicht die blonde aus der S-Bahn, aber die British Airways Frau mit dem »Fasttrack«-Ausweis. Der Ausweis zum Glück mit dem man jede Kontrollschlange vor sich vaporisieren kann, einfach dadurch das man daran vorbei geht. 0 Personen vor mir an der Passkontrolle. Das Mutter-Tochter-Gespann wird noch 30 Minuten bis hier hin brauchen. Keine Schlange vor der Rolltreppe und wieder 0 vor der Gepäckkontrolle. Das ist so schnell das man es fast schon Stress ist alle Metallteile zu entfernen.. Und es ist Gold wert. Locker 30 Minuten gespart, pünktlich am Gate und noch genug Zeit die geexte Cola der Londoner Kanalisation/Themse zu überlassen.

Danach kam wirklich der kostenlose Luxus mit Sitz und Co, besseren Kopfhörern, besser alles und vor allem als erste Essen zu bekommen (also beide Menüs noch vorhanden – und nicht nur das mit Käse). Gegen die vorhandene Babies gab’s Ohropax, das Filmangebot ist das Gleiche und ansonsten ist auch alles Bestens :)

Written by atrox in: travelling | Tags:

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