Jul
21
2009
1

London 09 – Teil 2

Also wir waren in London. Das weiß ja nun jeder der den letzten Eintrag gelesen, gesehen, registriert oder es halt auf irgendnen anderen Weg herausgefunden hat. Und wir waren auch nicht die ersten Menschen, und bestimmt waren einige die das hier lesen auch schon mal in London. Und ja London is ne tolle, aufregende Stadt. Ja, die U-Bahn ist das reinste Chaos. Zum Teil überfüllt, zum Teil fällt einfach was aus. Man muss zig mal Umsteigen um eine, an sich, kurze Strecke zu bewältigen. Ja, man läuft dabei auch mehr durch irgendwelche Tunnel als das man mit dem Zug durch die etwas größeren Tunnel fährt. Ja, das wissen wir alle. Und die die’s nich wussten, wissen es jetzt seit einigen Sekunden auch. Also gibts kein Grund darauf weiter rumzureiten. Wobei die Tube schon echt ne Herausforderung sein kann. Am 2. Tag ist nämlich genau die Linie wegen Bau außer Betrieb gewesen die wir eingeplannt und auch gebraucht hätten. Aber eins nach dem anderen:

Am 2. Tag haben wir gemütlich zur MIttagszeit uns ein englisches Frühstück reingezogen. Die einen härter mit Bohnen & co, die anderen (also ich) nicht ganz so krass mit einfach nur Rühreier auf Toast. Danach gings nach Greenwich. Nicht direkt sondern durch nen etwa 100 Jahre alten Fussgänger-Tunnel unter der Themse. Das Besondere an Greenwich ist zu einem der Nullmeridian, also das Gegenstück zum Äquator nur um 90° Grad gedreht. Ok, das war jetzt meine Kurzinterpretation in einem Nebensatz. Aber wer will kann sich ja in Wikipedia genauer erkunden. (Nein, das verlink ich jetzt nicht, müsst ihr selber suchen wenn euch mein Nebensatz nicht reicht, oder ihr ihn sogar noch anzweifelt – ob nun zurecht oder nich)

Das eigentlich Interessante an Greenwich is aber weniger der Meridian, ob nun Null oder Nicht. Sondern vielmehr die Aussprache von Greenwich. Weil Greenwich sprechen die gar nicht so aus wie man sich eigentlich mit Schul-Englisch denkt dass Greenwich hätte ausgesprochen werden sollen. Also nicht sowas wie “Grienwitsch”, sondern die sagen da einfach “Grinitsch”. Demzufolge heißt GMT auch nicht “Grienwitsch Mäin Teim” sondern eigentlich “Grinitsch Mäin Teim”, wobei sie “Main Time” bestimmt auch nicht  wie “Mäin Teim” ausprechen würden. Nja, is ja auch egal. Jedenfalls haben wir uns da den Park und den Meridian angeschaut. Haben dolles Touri-Foto gemacht und sind weiter zur Tower Bridge.

Und *täättäää* mit ner CityCat. Ok, das kennt jetzt wieder fast keiner. CityCat war der River-Service in Brisbane, und letztendlich einfach nen sauschneller Katamaran und viel besser als U-Bahn/Tube. Auf jedenfalls sehr angenehm. Und wie’s eben so is, haben die in London auch fast die gleichen Katamarane. Ein Detail das bestimmt nur ich wieder toll finde. Aber da ihr euch dafür entschlossen habt das zu lesen, müsst ihr da halt jetzt durch.

Tower Bridge muss natürlich sein, einmal unten durch, einmal oben drüber. Nebenbei den Tower of London fasst übersehen, zumindest aber nicht für vollgenommen und dann am neuen Rathaus (ich sag nur Optimus Prime lässt grüßen) vorbei Richtung Markets (essen) und dann Tube. Also zumindest war es der Plan mit der Tube direkt zum Buckinham Palace zu düsen. Zeitlich wären wir da locker zum Change of the Guards dagewesen. Aber darf ich was verraten was ihr schon wisst: Diese jene Linie war außer Betrieb. Also Umweg fahren, nach Norden zu Bank (meiner Lieblings-Labyrinth-Ewiglauf-Station) da wechseln und dann weiter. *MÖÖÖÖP* natürlich hat die nächste Linie auch nen Ausfall. “Person under the Train”.. Na super, und jetzt? Zur nächsten Linie und nen noch größeren Umweg fahren. Da läuft man den Schildern nach und steht plötzlich oben auf der Straße *Seufz* (Den Tunnel zur Nachbarstation hätten sie jetzt eigentlich auch noch puddeln können.)

Naja, für die Guard-Wechsel waren wir schon viel zu spät, also gemütlich durch den Park, bei angenehmen englischen Regen. (Sofern es angenehmen englischen Regen gibt). Buckingham Palace abfotografiert und schnell weiter (irgendjemand – also ich – hatte vergessen auf’s Klo zu gehen – und der Pimms aka. Londons favourite drink, von vorhin wollte wieder raus). Aber der Palace ist auch nur ein Palace also tun’s die drei verwackelten Fotos auch.

Außerdem hats geregnet, und nachdem ich auch mit Regnen fertig war haben wir uns auf die Suche nach einem Tea-House mit lecker Kuchen gemacht. Tag’s zuvor war da doch eins. Irgendwo in Soho war das doch. Am Anfang der 5 Stunden Tour. hmm.. oder am Ende? Sind wir hier links oder rechts lang? Da waren wir aber nich? Oder doch? Hmm… die haben hier keinen leckeren Kuchen in der Auslage. Ja, wo war das denn noch?…. Nach 2 Stunden suchen und stellen dieser Fragen sind wir dann doch einfach im Convent Garden gelandet.

Und mein persönliches London-Touri-Highlight kam danach. Wir sind in nen Comedy-Club gegangen. Sehr empfehlenswert! Wir haben 2 Stunden lang durchgelacht. Und das ich mich auf die Frage wo so alle herkommen gemeldet hatte, hatte Anni auch schnell überwunden. Ich fands total witzig, und sich nicht melden wäre total langweilig gewesen. Man kriegt dadurch natürlich ein paar Witze ab, aber über die konnten wir super lachen! Nacherzählen werd ich sie jetzt nicht, das funktioniert eh nicht. Danach haben wir den letzten DLR genommen und haben es tatsächlich wieder allein zu Steeph geschafft :)

Zum Abschluss noch ein paar Fotos des Tages (anklicken zum vergrößern):

TunnelCityCat?Tower BridgeRathaus (Optimus Prime anywhere?)Buckingham Palace

PS: Wer nach Schriebfehlrn sucht istt doof, da sind glaub Einige drin ;)

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Jul
21
2009
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London 09

Den Flug hatten wir gut überstanden. Knappe 2 Stunden in der Luft und wir sind in London. Oder? Naja, halt nur fast. Die Airline unseres Vertrauens war Easyjet. Und bei Easyjet muss man nicht nur in München mit dem Bus zum Flugzeug fahren. Nein, bei Easyjet landet man auch nicht in London, nur in der Nähe. Aber das wussten wir ja, also sind wir mit dem vorgekauften Express-Zug-Tickets zum Express-Zug am Express-Zug-Bahnhof gelaufen, haben uns in den Express-Zug gesetzt und sind Express-Mäßig übers Land gedüst um so 45min später in Liverpool-Street zu landen.. äh, pardon.. zu halten.

Hatte Stoiber damals nich was von 10 Minuten gesagt, und hatte er nicht auch London erwähnt? Naja, das sei mal dahingestellt. Also schnell ne Austern-Karte holen (ne super sache das teil, sowas könnten sie bei uns auch mal machen!), und davor noch den kulinarischen Genuss einer englischen Wurstsemmel erlegen.. Gut, das ist jetzt eine recht freie Übersetzung von “Sausage-Roll”, aber wörtlich genommen stimmts *g.

Zum Glück hatten wir nur einen Koffer dabei (Easyjet sei dank) und zu meinem Pech war er dafür größer und schwerer. Ich will mich nich beschweren, aber an das Londoner U-Bahn-System hatte ich vorher nicht gedacht. Es wär bestimmt ein tolles Experiment, einfach mal alle Schilder wegmachen und jemand ohne Vorkenntnisse da durch zu schicken. Nicht durch das ganze Netz.. Ne, einfach nur durch Bank, von der Central-Line zum DLR. Lot’s of fun – garantiert!

Es war die erste unserer Tube-Erfahrungen, und es war nicht die Letze. Und nach noch mal 2 Stunden Zug & Tube sind wir dann auch schon bei Steeph angekommen.

Das war echt super cool. Steephs Bruder hat ein Haus im Osten von London, nähe Greenwich. Super nett, das wir da ne Unterkunft gefunden haben. Und Steeph in London zu besuchen stand ja auch schon länger auf’m Plan. Das Haus jedenfalls ist “schnuckelig” und das Sofa zum Schlafen perfekt!

Aber lang sind wir erstmal nicht geblieben und sind mit dem nächsten Zug wieder in die City. “Wir haben jetzt 2 Möglichkeiten” pflegte Steeph an jeder 2. Kreuzung für die nächsten 5 Stunden zu sagen *g* Und wir haben wirklich einiges gesehen… 19:00 Trafalgar Square, da braucht man glaub nicht viel dazu sagen. Wir sind mal kurz durch die National Gallery und dann direkt weiter. Nächster Stop war die London Film School. Ein geiles Gebäude mit verwinkelten Treppen, Studio, Kino, etc. Aber wie die größeren Requisten durch jene Treppen kommen is mir bis heute noch nich klar.

London Film School

19:00 waren dann auch schon Convent Garden

Convent Garden

19:15 Leicaster Square

Transformers

19:25 Picadilly Circus

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19:35 Zocken in nem All-In-One-Gaminghaus

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19:50 China-Town & 20:00 Brand in Soho und dann in nem Pub etwas essen. Im nächsten Pub French Cider probieren, und feststellen dass French Cider es in sich hat. Also nichts besseres als weiter die Stadt ansehen. Zurück zum Trafalgar Square (22:30), kurz das Kunstprojekt begutachten wo stündlich jemand anders auf ner Säule steht. Bewerben konnte sich jeder für den Fourth Plinth. Die letzten Highlights der “London in 5 Hours with Dinner and Drinks”-Tour waren Big-Ben im Dunkeln und “London Eye” (das rießige Riesenrad).

Big Ben

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Soviel zum ersten Tag in London, in der Kürze liegt die Würze, oder? :)

greetz
Pete

PS: Von wegen Kürze, die nächsten Tage muss ich glaub kürzer zusammenfassen *g

Written by KfP in: travelling |
Jul
03
2009
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Da fahr ich mal Fahrrad

Also ich weiß ich sollte öfters mit’m Fahrrad in die Arbeit fahren. Und ich versuch auch wirklich es öfters zu tun. Gut, das richtige Wetter dafür ist nicht immer einfach, aber eigentlich wenn’s nicht gerade nen Mörder-Gewitter hat.. wär ja nix dabei.. Aber egal, ich bin ja auch gefahren – mit dem Rad – wie geplant. Vor ein paar Wochen jedenfalls.. Ja dazwischen auch, aber darum geht’s gerade nicht.

Es geht um dieses eine mal. Ich war etwas spät dran. Das kommt schon von vor, aber dennoch hab ich mich für’s Fahrrad entschieden. Es schien auch der perfekte Fahrrad-Tag überhaupt zu sein. Kein Regen, nicht zu heiß, ja irgendwie perfekt um nicht angeschwitzt in die Arbeit zu kommen. Selbst, wenn es wegen dem Spät-dran-sein, etwas eilen sollte.

Giesinger bzw. Harlachinger Berg hoch kein Thema. Super hochgekommen. Und nicht etwa die lang gezogenen Teile am Candidplatz oder so.. ne direkt bei uns da, diesen kleinen Weg. Echt kein Ding der Unmöglichkeit, aber wenn man 10 Minuten vorher noch im Bett lag, ja.. dann is der Puls noch etwas im Keller und so nen eigentlich überschaubarer kleiner steiler Einstieg kann einen zu schaffen machen. Aber vorher den Puls hochtreiben und kein Thema..

Apropos Thema, ich schweife schon wieder ab. Also Berg rauf wunderbar, durch Harlaching durch wunderbar, den Ring entlang wunderbar? HA! Von wegen wunderbar… Wenige 100 Meter vor meinem Ziel aka Arbeit isses passiert. Und ich frag mich da echt wieso? Ich bin doch mit’m Fahrrad unterwegs. Kann das nicht irgendwie gewürdigt werden? Nja, was heißt gewürdigt werden, zumindest nicht geentwürdigt werden.

Wie es scheint sollte dem nicht so sein. Denn als ich da so gemütlich, aber nicht zu langsam, die Chiemgauerstr. entlang fahre fällt mir plötzlich was auf. Erst unbewusst, dann interessiert, dann geglaubt kapiert zu haben und letztendlich doch verwundert darüber sein es nicht kapiert zu haben. Alles klar? Ich sehe ihr könnt mir folgen…

Auf der anderen Straßenseite (rechts) steht da dieser 6-Pack… hinter ihm ein Auto das aufgehalten wurde.. (neee, nicht ich.. da hat ich mich noch drüber gefreut). Auf der meiner Straßenseite auf selber Höhe, betont unauffällig standen dann aber noch 2 Passanten in merkwürdig grüner Kleidung und so Mützen. Sie unterhalten sich. Und als ich so auf sie zufahre, frag ich mich noch wieso die 2 – scheinbar netten – Leutchen eigentlich nicht bei ihrem Wagen auf der anderen Straßenseite stehen?

War da etwa nen Unfall o.ä. der von einem weiteren Blickfeld betrachtet werden muss? Hmm.. nja, so was in der Art wirds sein, waren so meine letzten Gedanken als ich nicht mehr weit von Ihnen weg war.

ÄTSCH!

Da dreht sich der eine plötzlich forsch um, sieht mir in die Augen, lässt mich auf ein paar Meter rankommen und fragt ob ich kurz anhalten könnte. Der gute Mann von der Pozilei wollte mich was fragen. Ob ich denn wüsste dass ich auf der falschen Seite fahre? Also genauer gesagt auf dem falschen Fahrradweg, bzw. auf dem wo ich fahre in die falsche Richtung…

So ne Frage versetzt einen manchmal ganz spontan, und sämtlichen physikalischen Gesetzen trotzend, zurück in den Fahrrad-Verkehrsunterricht. Das Ehrenwimpel ist aber längst verstaubt in einer wohl noch mehr verstaubten Kiste versteckt, und die Rückversetzung in jene Zeit hilft nicht viel. Auch bei krampfhaften Gedankenwindungen ist es schon zu lange her, womit die Physik doch gewonnen hätte, und banale Logik einsetzen muss.

Wenn der nette Onkel mich das fragt, heißt das ja das ich wohl auf der falschen Seite fahre. Weitergedacht: Ja, es ist die falsche Seite. Schließlich ärger ich mich selbst beim Autofahrer über Blindradfahrer. Aber als Radfahrer ist man eben Radfahrer und nicht Autofahrer. Da zählt dann doch auch mal dass man nicht an 2 Ampeln mehr seine Füße von den Pedalen auf den Asphalt stellen will..

However, da sag ich also “ähm, joa, irgendwie, hmm.. joa.. ich glaub, jetzt wo sie mich drauf hinweisen, joa eigentlich haben sie wohl recht, da bin ich auf der falschen seite”.. der typi im grünen jacket “wieso machen sie’s dann?” .. “die 2 ampeln” <- hab ich mir gedacht, gesagt hab ich lieber nix -> *schulterzuck* “nja, sind sie mit einem busgeld von 15€ einverstanden?”.. *grml* “ja, habs aber eilig. wie lange dauert das?”.. “3 Minuten”..

PFFHH!! fast ne Viertelstunde dauert das bis sie mir die 15 euros abgeknöpft haben. Aber der unaufällige Passant mit der grünen Jacke hatte auch noch die Erklärung. Schließlich fahren dauernd Fahrradfahrer frontal aufeinander. Das gibt böse Kopfverletzungen, hat er alles schon gesehen! Ja, das glaub ich gern, sofern es nicht helligter Tag und der Fahrradweg 2 Meter breit wäre! *kopfschüttel*

Rechtzeitig in der arbeit war ich auch nich. Durfte ja nicht mal mehr die 200m bis zur nächsten Ampel fahren.. Sonst wärs Vorsatz gewesen, lieber über den Mittleren Ring im Berufsverkehr.. Also echt, da fahr ich mal Fahrrad und werd tatsächlich von der Polizei aufgehalten. In München gibt’s zu wenig Kriminalität, da bleibt Zeit für sowas.. Dwisk!

-+> Pete

Written by KfP in: dwisk |

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