May
27
2006
0

Wahnsinn wie die Zeit vergeht…

Da schreibt man nur mal ein bisschen an seinem Essay, bastelt ein bisschen an Assignments und geht zur Uni, schon rasen die Wochen vorbei und der Whitsunday-Bericht lässt immer noch auf sich warten. Aber schließlich soll man sich ja für Berichte von so außergewöhnlichen Erlebnissen ja Zeit lassen, damit sie nachwirken können. Und deswegen dauerts damit auch noch ein bisschen.

Stattdessen gibts mal wieder ne Statusmeldung, wie’s grad so läuft hier unten in Australien:

a) es wird kalt, bitter kalt. Nachts wagen sich die Temperaturen in einstellige Bereiche vor, und da die Häuse quasi Null isoliert sind, ist’s hier in meinem Zimmer eiskalt.

b) wir haben gerade Besuch. Der Vale und der Sebi – Freunde vom Milan – übernachten oben im 2. theoretischen livingroom. Theoretisch weil wir ihn nie benutzen, ist mehr ein Gang zum Balkon. Mehr Infos zu der Weltreise die unseren beiden Besucher gerade machen, findet sich in ihrem blog: einmalumdiewelt.blogspot.com

c) in knapp 3 Wochen ist das erste Semester fertig, vielleicht ergibt sich die Möglichkeit für 1-2 Wochen nach Neuseeland zu fahren -> skifahren/boarden mit Strandblick! Punkt f) könnte das allerdings verhindern:

d) unser Vermietungsservice – elpropertymanagement.com.au – erweist sich von Woche zu Woche als immer schlechter. Anfangs das Problem mit dem Internet, Manni hat noch immer Loch in der Wand, die Klimaanlage oben ist seit Anfang April defekt, aus Ben’s (der, der nie da ist) kommen kleine Viecher, Feueralarm geht mitten in der Nacht los (ohne Feuer) und anrufen bringt überhaupt nix, wird nix gemacht.

e) deswegen muss sich in 3 Wochen nach ner neuen Bleibe umgesehen werden. Am besten billiger, aber mit viel Platz. Und ein Balkon, so wie wir ihn hier haben, wär auch nich schlecht. Heizung wäre ein Traum.

f) nachdem ich – aus verschiedensten Gründen – noch keinen Job hab, muss jetzt dann unbedingt einer her. Momentan bastel ich grad an einer portfolio-website, damit ich mich auch ordentlich bewerben kann.

So, jetzt seid ihr wieder auf aktuellen Stand. Kurz und knackig, aber alles wichtige is drinn. ;)

-+> da pete

Written by KfP in: australia |
May
08
2006
2

Fraser Island Bericht – Teil 2

Nachdem die erste Nacht überstanden war, mussten wir erstmal ein bisschen warten bis die Flut zurückging. Etwa 3 Stunden am Tag ist der Strand nämlich nicht befahrbar, bzw. auch nicht erlaubt. Also genug Zeit um zu frühstücken, wenn man es denn will. Ich hab vorgezogen noch etwas zu schlafen.

Dann gings aber auch schon los, alles zusammenpacken, auf dem Dach verstauen und mit dem Jeep raus auf den Strand. Jetzt durfte Gunther fahren, und er hatte einen ähnlich schnellen Fahrstil wie ich. D.h. er war den Anderen zu schnell ;) Mir selbst gings so ohne Frühstück und Katerleiden allerdings auch nicht sehr gut, und ich war Froh als wir an Eli’s Creek angekommen sind. Um genau zu sein bin ich so schnell wie möglich ins Wasser um wieder fit zu werden.

Eli Creek

Was gerade an diesem Creek so besonders ist? Keine Ahnung, aber man kann über einen Steg ein Stück ins Landesinnere gehen und dann sich vom Flüsschen raustreiben lassen, oder einfach nur durchwaten. Das Wasser ist auf jeden Fall schön kühl und ne angenehme Sache.

Ein paar Kilometer weiter nördlich ist dann auch schon das »berühmte« Wrack. Also aussteigen, Fotos machen, vom Ranger darauf hingewiesen werden, dass man den Kopf nicht reinstecken darf, (Nein, nicht ich. Paul war’s glaub ich.) und weiterfahren.

Fraser Wrack

Die nächste Etappe hat uns zum nördlichsten Punkt gebracht, Indian Heads. Nein, es ist nicht der nördlichste Punkt der Insel, aber der nördlichste zu dem wir fahren durften :/

Indian Heads ist ein Stück Fels, Berg wäre übertrieben, der dafür bekannt ist, dass man viele Haie sehen kann. Conor und ich waren als erstes oben und haben auch gleich einen gesehen. Unsere Schätzungen liegen bei 3,5 – 4m Länge. Hab aber kein Foto gemacht, da ich mir dachte »Wenn wir beim hochlaufen schon einen sehen, gibts nachher bestimmt noch mehr«. Denkste! Wir haben noch etwa eine Stunde gewartet und außer Schildkröten, die eigentlich Schatten von Felsen waren und echten Schildkröten, ein paar Delfinen in der Ferne und noch mehr Schatten, nichts mehr gesehen. Ein schöner Felsen wars trotzdem.

Indian Heads

Nach einem kurzen und etwas versptäteten, Lunch sind wir wieder zurück nach Süden gefahren. Soweit wie möglich bevors dunkel wird, damit wir am nächsten Tag möglichst früh zum Lake Wabby kommen. D.h. weiter südlich als wir die letzte Nacht gecampt haben – k.A. vielleicht 40-50km. Zur Erinnerung: die Insel ist im Ganzen 100km lang. Zwischen durch gabs einen kurzen Stop, bei bunten Felsen, nicht sehr aufregend, deswegen ein Foto von unserem Jeep:

Jeep on Beach

Wir haben ein bisschen gebraucht bis wir einen geeigneten Platz zum Campen gefunden haben. Es war der Beste! Direkter Blick vom Zelt auf’s Meer. Unsere Baum-Plane-Jeep-Konstruktion war perfekt, und auch diesmal gabs nen Mondaufgang.

Mondaufgang

Diesen Abend haben wir dann etwas gemütlicher gemacht, damit wir am letzten Tag noch was sehen konnten, mussten wir noch vor der Flut am Lake Wabby ankommen. Da wir theoretisch am ersten Tag schon vorbeigefahren sind, aber nichts davon gesehen haben, hätte die Suche nach den »Wabby-Signs« länger dauern können. Lustig und spannend war der Abend aber trotzdem. Wir haben Dingos an unseren Zelten gesehen und man hatte immer das Gefühl von mehreren Augen beobachtet zu werden.

Diesmal wäre roter Goon drangewesen. Was ist Goon? Anfangs dachten wir (Manni, Linda, Kathi, und eigentlich alle die wir so kennen) es sei Wein. Ein erstaunlich Günstiger dazu. (4 Liter -> $12) Doch unsere Iren hatten irgendwas von Eiern, Fisch, Nüssen und mehr gesprochen. Und tatsächlich steht relativ klein drauf geschrieben: »Produced with the aid of Milk, Fish, Egg and Nut« *würg* Das hab ich allerdings erst zu Hause in Brisbane gelesen und deswegen weiter davon getrunken.

Sonnenaufgang

Das frühe Aufstehen wurde durch einen schönen Sonnenaufgang über dem Meer belohnt. Frühstück wurde erstmal ausgelassen und wir sind direkt losgefahren. Lake Wabby wir kommen! Glücklicherweise haben wir ihn auch schneller gefunden als gedacht. D.h. nicht den See, sondern die Schilder die drauf hinweisen, dass er einige Kilometer im Landesinneren ist, nur zu Fuss erreichbar. Aber das wussten wir ja, deswegen erstmal frühstücken. Nach einer guten halbe Stunde zu Fuss haben wir ihn dann auch gesehen.

Lake Wabby

Unheimlich idylisch wenn man so früh dort ist. Nur eine Gruppe war vor uns dort. Aber keine Stunde später wars überfüllt. Die Sanddüne die man rechts sieht geht noch 2-3 km richtung Meer. (Klar ist die ganze Insel aus Sand, aber der Teil ist nicht bewachsen.) Was Spass macht, ist den letzten, steilen der Düne runterzulaufen und in Wabby zu springen. Oder sich zwischendurch einfach in den Sand werfen:

Gunther's Dünenaction

So um 12h mussten wir dann wieder zurück zum Jeep. Unsere Fähre zum Festland ging zwischen 13h – 14h. Am Backpacker angekommen wurde der Jeep dann geputzt, der Sand aus den Zelten geschüttelt und überprüft ob alles da ist. Und danach gings endlich unter eine Dusche! Kathi und mir blieb dann nur noch ein bischen Zeit um mit unseren Team, denn wir mussten zum Overnight-Bus nach Airlie Beach (Whitsundays), aber das ist eine andere Geschichte. Zum Schluss noch das obligatorische Gruppenbild:

Gruppenbild

-+> da KfP

PS: Demnächst folgt der Bericht zum Segeln auf den Whitsundays…

Written by KfP in: australia |
May
07
2006
3

Fraser Island Bericht – Teil 1

Bevor wir auf die Insel konnten, mussten wir natürlich erstmal da hochkommen. Und das hieß früh aufstehen, einige Stunden Busfahrt nach Rainbow Beach, Einführungsfilm ansehen, in Gruppen eingeteilt werden, Gruppe kennenlernen und eine Nacht im Dingos übernachten.

Am nächsten Morgen gings dann wieder relativ früh raus aus dem Bett, wir wollten ja auch so schnell wie möglich auf die Insel. Davor haben wir noch unsere Verpflegung und Ausrüstung bekommen, was noch alles auf dem Dach von unserem Jeep untergebracht werden musste. Wie wir das machen müssen, was man beim Fahren beachten muss und was wir auf der Insel ansehen sollten hat uns Shane in seiner einmaligen Art und Weise gezeigt. Hat ne Menge Spass gemacht zuzuschauen.

Alle Teams hat er mit irgendnem Namen versehen. Wir, d.h. Gunther, Daniele, Conor, Tyra, Paul, (sorry :/ ) ,Eric, Claire, Kathi und ich wurden »Team Alcohol« genannt, zu unrecht. Wir hatten nicht zu viel, die anderen hatten zu wenig ;) Netterweise hat Shane aber an unserem Jeep vorgeführt wie man das Dach perfekt bepackt, also hatten wir nicht ganz so viel zu tun und konnten sicher sein das wir nichts verlieren werden.

Dann gings auch schon Richtung Insel. Daniele durfte als erstes fahren. Das Stück auf der Straße war noch das langweiligste, aber dann gings über den Strand zur Fähre. Da wir nicht die einzigen waren die am Osterwochenende das vorhatten war der Sand schon ziemlich aufgewühlt. Stehenbleiben wäre leicht mit Steckenbleiben belohnt worden. Wir hatten die Fähre für uns (5 Gruppen) alleine:

Landungstruppe

Nächster fahrerischer Knackpunkt waren die ersten Meter auf dem Strand weil man schräg runterfahren muss. Aber alles perfekt geklappt. Dann gings erstmal am Strand entlang… ach was sag ich, auf dem Strand! Ein paar Meter vom Wasser entfernt. Schon nach 10 Minuten ist uns allerdings das erste Team wieder entegegen gekommen. Sie dachten es geht dort nicht weiter – hätten wir auch. Im nachhinein wärs aber relativ normal gewesen. However, auch umgedreht, später nochmal. Und dann durfte ich fahren.

Mir wurde im nachhinein – während dem Fahren hab ich nix gehört, is aber auch laut da vorne – gesagt, ich sei zu schnell gefahren. Bin ich aber immer noch anderer Meinung. Auf’m Strand is 80km/h erlaubt, bin 80km/h gefahren und wurde von anderen überholt die wohl 90-100km/h gefahren sind. Zwischendrinn muss man immer abbremsen, wegen Creeks. (Rinnsaale aus dem Inselinneren) Hab ich auch gemacht, nur irgendein Vollidiot hat mich genau bei so nem Creek überholt, wodurch wir ne Menge Wasser abbekommen haben. Naja, gut angekommen sind wir und später (beim Segeln auf den Whitsundays) haben mir andere gesagt das sie meistens über 100km/h gefahren sind, ohne Probleme.

Nach einem kurzen Stop in einem kleinen “Dorf” sind wir ins Landesinnere zum Lake McKinsey gefahren. Den Part durfte Paul (später Bumby Paul genannt) fahren. Paul hatte immer die Strecken erwischt wo die Straße am hoppeligsten war. Und auf dem Weg zum Lake wußten wir dann auch, warum wir die Sicherheitsgurte testen mussten. Wir wären an der Decke gehongen oder ausm Fenster gefallen. Die Ankunft am McKinsey, nach 10km Sandbuckelpiste im »tiefsten« Dschungel, war dann auch sehr glücklich. Kurz was gegessen und dann runter zum See. Und das muss man gesehen haben:

Lake McKinsey

Super klares Wasser in den schönsten Türkistönen. Gunther und Kathi wollten dann auch mal eben zur anderen Seite schwimmen, was aber dank Gegenwind bestimmt ne halbe Stunde gedauert hat. Aber sie haben es geschafft, und auch wieder zurück. (Fotobeweis findet sich – später – in der back2earth-gallery)

Dann gings wieder zurück durch den Dschungel an den Strand, zwischendurch etwas Eis zur Kühlung von Essen und den Getränken gekauft, und ein paar Kilometer Richtung Norden wo wir uns einen Platz zum Campen gesucht haben. Aufbauen klappte relativ problemlos und gekocht wurde dann auch schnell. Da das Meer in Richtung Osten liegt gabs leider keinen Sonnenuntergang, aber dafür einen Mondaufgang zu bewundern:

Mondaufgang

Zum Essen gabs Steaks mit Salat und Kartoffelsalat, sehr lecker. Anschließend haben wir dann ein bisschen (mehr oder weniger) getrunken. Sind mit Taschenlampe zum Abspülen zum Meer gelaufen. Ein Highlight das man mal gemacht haben muss! Man sollte nur aufpassen, dass einem die Wellen nicht nen Teller aus der Hand spülen, man dann zur Taschenlampe läuft und versucht ihn im Sand und Wasser wieder zu finden. Glücklich ist, wer zufällig auf den Vermissten draufsteigt :)

Der erste Abend

Was wir sonst am Abend gemacht haben, kann ich mich, ehrlich gesagt, nicht mehr zu 100% erinnern. Der Wein… nein, nein der Goon, sind Schuld. Was Goon wirklich ist wußte ich vorher auch nicht, und was es ist erklär ich mal später. Schmeckt aber wie Wein und wenn süß, nach viel Wein… Mein Ergebnis war das ich auf dem Jeepdach schlafen wollte. Der Sternenhimmel muss einzigartig gewesen sein, aber das Gitter war trotz Isomatte nicht so wirklich gemütlich, wie ich am nächsten Morgen feststellen musste.

Den zweite Teil des Fraser Island Berichts gibts in nicht allzulanger Zeit zu lesen ;)

-+> KfP

Written by KfP in: australia |
May
02
2006
0

aaa bissl brauch ich noch mit …

… den Fotos von Fraser
… den Fotos von den Whitsundays
… den Fotos von Sydney
… den jeweiligen Berichten

ABER macht euch schonmal bereit auf die unglaublichsten, genialsten und überhaupt nie dagewesenen, ja auch kaum übertriebenen Geschichten, die sich zwar weder spannend anhören, noch zum nachdenken anregen oder überhaupt sonst irgendwie interessant sein könnten. Nja, kurz gesagt war’s einfach sau schön. Dank meines mangelenden Gedächtnisses werden mir zwar wieder nur belanglose Sachen einfallen, aber es gibt ja noch die Fotos. (Viel zu viel davon, um genau zu sein.. aber ich werd von den 700 Stück nur die allllerallerbesten raussuchen)

Achja, mein Exam hab ich heute (hoffentlich) erfolgreich hinter mich gebracht. Bleibt die Woche noch ein Assignment über Webseiten und dann kann ich die Fotos sortieren.

Grüße aus dem australischem Herbst… f*** es ist immer noch heiß, nur nachts wirds jetzt kalt.

KfP

Written by KfP in: australia |

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